UBS: Investmentbankerinnen winkt mehr Lohn

Bild: Shutterstock

Gleicher Lohn für gleiche Leistung – an dieses liberale Credo versuchen sich die meisten Unternehmen zu halten – auch die UBS. Dennoch kommen immer wieder Fälle von ungerechtfertigten Lohnunterschieden zwischen Mann und Frau vor – ob gewollt oder nicht, das lässt sich oftmals nur schwer feststellen.

In einer umfassenden Überprüfung der Lohnstruktur innerhalb der hauseigenen Investmentbank sind nun UBS-Manager beauftragt worden, «signifikante» Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern zu eliminieren, wie die Nachrichtenagentur «Reuters» am Mittwoch berichtete.

Die Untersuchung der Lohnstruktur innerhalb der UBS steht laut dem Bericht im Zusammenhang mit der temporären Einfrierung der Investmentbank-Löhne, wie auch finews.ch kürzlich vermeldete.

Frauen zum Bleiben animieren

Neben der UBS bemüht sich auch die Credit Suisse (CS) «Auffälligkeiten» bei den Löhnen zu identifizieren, wie die Grossbank auf Anfrage von finews.ch mitteilte. Die CS führe dazu bereits seit 20 Jahren regelmässige Untersuchungen durch. 

Gemäss «Reuters» sind auch andere Wall-Street-Banken daran, Lohnunterschiede auszugleichen. Damit wolle man der hohen Kündigungsrate weiblicher Investmentbankerinnen Einhalt gebieten, heisst es da.

Wie stark die Frauen im Vergleich zu den Männern unterbezahlt sind, geht aus dem Bericht allerdings nicht hervor.

Breiter «Gender-Gap»

Der jüngste «U.S. Census-Report» zeigt hingegen, dass in den USA auf fünf Jobprofile mit den grössten geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden – so genannte Gender-Gaps – drei aus dem Finanzsektor stammen.

Und im Vereinigten Königreich verdienen Bankerinnen laut der britischen Organisation «Equality and Human Rights Commission» im Schnitt 55 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Mehr Investmentbankerinnen

Die Schweizer Grossbank will nicht nur geschlechtsspezifische Lohnunterschiede in der Investmentbank ausgleichen, sondern startet laut Insidern auch eine Offensive, mehr Frauen ins Investmentbanking zu holen.

Derzeit liegt die Frauenquote auf Stufe Director oder höher konzernweit bei gut 20 Prozent (siehe Grafik). Nicht separat ausgewiesen wird hingegen die Anzahl der Kader-Frauen in der UBS-Investmentbank. Konzernweit liegt der Frauenanteil bei 38 Prozent. 

UBS Gender Gap 500

UBS-Konzernchef Sergio Ermotti deutete unlängst eine «Frauenförderungs-Initiative» an, als er im Januar 2016 während einer Foto-Vernissage zum Thema «Herausragende Frauen» sagte, dass Frauen bei der UBS einen zunehmend wichtigeren Teil in Management-Teams spielen würden. 

 

 

 

 

 

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NEWS GANZ KURZ

SNB

Nach einem verlustreichen Vorjahressemester wegen der Aufgabe des Euro-Mindestkurses erzielte die Schweizerische Nationalbank (SNB) im Halbjahr 2016 einen Gewinn von 21,3 Milliarden Franken. Die Zentralbank profitiert dabei vor allem von Wertzuwächsen im Devisen- und Goldportfolio.

Spar- und Leihkasse Bucheggberg

Die Solothurner Regionalbank hat im ersten Semester des laufenden Jahres den Halbjahresgewinn um 1,7 Prozent steigern können. Im wichtigsten Ertragspfeiler, dem Zinsengeschäft, kletterte der Brutto-Erfolg im Vergleich zum Vorjahr dank höheren Volumen um 2,9 Prozent auf 3,7 Millionen Franken.

Banque Profil de Gestion

Die Genfer Privatbank hat im ersten Halbjahr 2016 wiederum einen kleinen Gewinn erzielt: Nach 100'000 Franken im Vorjahr waren es diesmal 30'000 Franken mehr. Operativ gab es ein Plus von 260'000 Franken nach einem Verlust ein Jahr davor. Vor allem das Zins- und das Handelsergebnis legten deutlich zu, derweil das Kommissionsergebnis stagnierte.

Thurgauer Kantonalbank

Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat das US-Steuerprogramm abgeschlossen, ohne eine Zahlung leisten zu müssen. Die TKB war in der Kategorie 3 des Programms. Sie hat nun vom amerikanischen Justizdepartement (DoJ) einen Non-Target Letter erhalten, womit das Programm abgeschlossen ist.

Walliser Kantonalbank

Das Staatsinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 sowohl ein leicht höheres operatives Ergebnis als auch etwas mehr Gewinn verzeichnet. Im wichtigen Zinsen-Geschäft stieg der Bruttoerfolg um 1,8 Prozent auf rund 80 Millionen Franken. Für das Gesamtjahr erwartet die Kantonalbank weiterhin einen Gewinn auf der Höhe des Vorjahres.

VP Bank

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat das «A–»-Rating für die VP Bank bestätigt und erhöht den Ausblick von «Negative» auf «Stable». Damit würden die operativen Fortschritte der VP Bank und die Bewirtschaftung der Risiken sowie die starke Kapitalausstattung und die erfolgreiche Integration der Centrum Bank berücksichtigt, hiess es.

Clientis Bank im Thal

Die Regionalbank hat den Halbjahresgewinn im Vergleich zum Vorjahr deutlich um über 30 Prozent auf 385'000 Franken gesteigert. Dazu beigetragen hat das gute Zinsengeschäft mit einem Plus von 11,4 Prozent auf 2,1 Millionen Franken.

Crealogix

Das Bankenberatungszentrum St. Gallen und Crealogix haben eine Partnerschaft für die betriebliche Aus- und Weiterbildung im Finanzbereich beschlossen: Mit der Lösung «I know! Banking» bieten die beiden Unternehmen eine Cloud-Lösung mit digitalen Lerninhalten zu den wichtigsten Themen im Banking an.

Compagnie Financière Tradition

Das Lausanner Brokerhaus hat im ersten Semester 2016 einen stabilen Ertrag von 425 Millionen Franken erzielt. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies allerdings einem Rückgang um 1,6 Prozent.

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