Valiant baut Präsenz in der Schweiz aus

Jürg Bucher

Jürg Bucher

Die überregionale Bank kennt in der Schweiz «keine Grenzen» und plant die Eröffnung neuer Standorte. Dafür startet sie eine Personaloffensive, wie Valiant anlässlich des Jahresergebnis 2015 vermeldete.

Die Valiant kennt in ihrem Marktgebiet in der Schweiz «keine geografischen Grenzen und wird dieses ausdehnen», teilte das Finanzinstitut am Mittwoch mit.

Geplant seien zwei neue Standorte pro Jahr in bestehendem oder neuem Geschäftsgebiet, hiess es weiter. Man wolle zum Einen die Präsenz in den Wachstumszentren stärken, und anderseits in Gebiete vorstossen, wo Valiant noch nicht bekannt ist.

Zur Ausdehnung des Marktgebiets wird laut Mitteilung die Beratung für Privatkunden und KMU in den kommenden Jahren mit 80 zusätzlichen Mitarbeitenden verstärkt.

Deutlich höherer Gewinn

Valiant informierte in der Mitteilung auch über das Jahresergebnis 2015. Der Konzerngewinn stieg auf gut 114 Millionen Franken, was einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent entspricht. Damit sei die Trendwende aus dem Vorjahr bestätigt worden, hiess es weiter.

Trotz widrigen Verhältnissen an der Zinsfront konnte das in Bern ansässige Finanzinstitut das Zinsergebnis um 8,1 Prozent auf fast 288 Millionen Franken steigern.

Die Kundengelder haben im vergangenen Jahr um 189 Millionen zugenommen (plus 1,1 Prozent) und erreichten 18,1 Milliarden Franken. Das Hypothekarvolumen erhöhte sich um 394 Millionen auf 20,4 Milliarden Franken (plus 2 Prozent).

Mehr Dividende

Überdies wurde die Effizienz weiter verbessert, was sich in einem gesunkenen Kosten-Ertrags-Verhältnis (Cost-Income-Ratio CIR) niederschlug. Dieses sank von knapp 60 Prozent im Vorjahr auf rund 56 Prozent.

Das Eigenkapital stieg um 65 Millionen auf 2 Milliarden Franken, was eine Eigenkapitalquote von 16,8 Prozent ergibt.

«Die erfreuliche Entwicklung der letzten Jahre erlaubt es uns, an der nächsten Generalversammlung eine Dividendenerhöhung um 40 Rappen auf 3,60 Franken pro Aktie zu beantragen», gab Verwaltungsratspräsident Jürg Bucher bekannt.

Gewinnziel nicht mehr errichbar

Valiant hat im Jahr 2013 erstmals ihre Mittelfristziele 2017 kommuniziert. Mit den anhaltenden Negativzinsen habe sich jedoch das Marktumfeld dermassen verschlechtert, dass unter anderem das Gewinnziel von 150 Millionen Franken nicht zu erreichen sei, so Valiant. Das heutige Zinsniveau reduziere frühere Gewinnprognosen um 20 bis 30 Millionen Franken. 

Für das laufende Jahr bleibt Valiant-CEO Markus Gygax trotz herausforderndem Zinsumfeld optimistisch und erwartet einen leicht höheren Konzerngewinn als im Vorjahr, wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist.

 

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nackfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Selection

So sieht der Banker der Zukunft aus

Mit aller Macht versuchen die Banken, ihr Geschäft ins Zeitalter der Digitalisierung zu retten.

Selection

Selection

Grauenvolle Arbeitstage eines Investmentbankers

Die erschreckende Chronik eines 24-Stunden-Tages.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

weitere News