Maerki Baumann: Der neue CEO ist definitiv

Stephan A. Zwahlen, CEO Maerki Baumann

Stephan A. Zwahlen, CEO Maerki Baumann

Unlängst kam es zu einem abrupten CEO-Wechsel bei der Zürcher Bank Maerki Baumann. Zu den Hintergründen will das Institut keine Stellung nehmen, sagt aber etwas zum neuen Chef.

Man weiss es in der Branche: Die Wahl des inzwischen verabschiedeten CEO Marcus H. Bühler war nicht die glücklichste. Denn der Bankfachmann, der von der Genfer Privatbank Pictet via Basler Privatbank Baumann zu den Zürchern stiess, bekundete gewisse Probleme mit einigen seiner früheren US-Kunden.

Gemäss unbestätigten Berichten musste er auch deswegen die Bank Maerki Baumann wieder verlassen. Interessanter ist mit Blick nach vorn nun aber eher, wer die Nachfolge Bühlers übernimmt respektive bereits übernommen hat.

Chefs kamen und gingen

Neuer CEO ist Stephan A. Zwahlen, der bereits seit 2009 Mitglied der Geschäftsleitung ist und seit 2010 auch stellvertretender Geschäftsführer dieses Gremiums ist. Die neue Funktion Zwahlens ist nicht etwa eine Übergangslösung, sondern die bisherige Nummer zwei ist nun als CEO definitiv im Amt, wie eine Banksprecherin gegenüber finews.ch erklärte.

Damit hat die Bank Maerki Baumann in den vergangenen Jahren zahlreiche CEO-Wechsel durchmachen müssen. Im Herbst 2008 übernahm der frühere Banca-del-Gottardo-Chef Rolf W. Aeberli die Führung vom altgedienten Arthur Bolliger und erhielt damals – wie es in der Branche hiess – von Verwaltungsrats-Präsident Hans G. Syz eine «carte blanche».

Garant für Kontinuität

Allerdings war Aeberli damit nicht viel Glück beschieden; die Zahlen verharrten unter den Erwartungen, so dass er und die Bank bereits im August 2010 getrennte Wegen gingen, wie finews.ch berichtete. In Aeberlis Fussstapfen trat der langgediente Urs Imholz, welcher der Bank bereits seit mehr als 40 Jahren die Treue hielt, und insofern ein «Garant für Kontinuität» war, wie Hans G. Syz damals gegenüber finews.ch erklärte.

Allerdings war schon damals allen klar, dass Imholz nicht eine langfristige Lösung sein würde. Immerhin hielt er sich bis Ende 2014 im Amt und machte dem Vernehmen nach einen sehr guten Job. Dann übernahm Bühler. Der Rest ist Geschichte.

Engagement für den Finanzplatz

Stephan Zwahlen begann seine Karriere am Schweizerischen Institut für Banken und Finanzen der Universität St. Gallen (HSG). Im Jahre 2005 stiess er erstmals zu Maerki Baumann, wo er zunächst für die strategische Neupositionierung der Bank und die Gründung einer Transaktionsbank verantwortlich war. Später arbeitete er bei der UBS im Wealth Management.

Er studierte und promovierte in Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen (HSG) und der Richard Ivey School of Business (London, Canada). Im Jahr 2009 stiess er wieder zu Maerki Baumann. Zwahlen engagiert sich seit 2010 auch als Vorstandsmitglied des Zürcher Bankenverbandes für den Finanzplatz.

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Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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