Frauenpower gegen Bankpleiten

Frauenpower, Bild Shutterstock

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Die grössten Banken der Welt werden ausnahmslos von Männern geführt. Dies ist heute so und war auch in der Vergangenheit der Fall. Und es waren hauptsächlich Männer, welche das Finanzsystem 2008 mit Hochrisiko-Geschäften fast an die Wand gefahren haben. Nur dank massiver staatlicher Interventionen konnte ein System-Kollaps damals verhindert werden.

Die Finanzkrise 2008 wäre wahrscheinlich weniger heftig ausgefallen, wenn mehr Frauen die Geldinstitute geleitet hätten. Das zumindest behauptet eine kürzlich publizierte Studie.

Krisensichere Banken

Ein finnisches Forscherteam hat herausgefunden, dass US-Banken mit weiblichen Chefs oder Verwaltungsratspräsidenten besser durch die Finanzkrise gekommen sind als Banken mit männlichen Chefs an der Spitze.

Denn von den rund 7'000 analysierten US-Banken halten Banken unter weiblicher Führung (CEO oder Verwaltungsratspräsidium) gegen 6 Prozent mehr Eigenkapital als Banken unter männlicher Führung. Mehr Eigenkapital macht Banken in der Regel widerstandsfähiger in Krisenzeiten und senkt somit das Konkursrisiko markant – weshalb Behörden weltweit den Geldhäusern nach der Finanzkrise mehr Eigenkapital verordneten.

Deutliche höherer Konkursrisiko

Laut dem Forschungsleiter Sami Vähämaa ist die Gefahr einer Bankpleite einer von Männern geführten Bank, sechs bis sieben Mal grösser als bei einem Geldinstitut in weiblicher Hand, wie er im Interview mit dem «Wall Street Journal» ausführte. 

Pro Memoria: In den USA sind während der Finanzkrise weit über 100 kleinere und mittelgrosse Banken pleitegegangen.

Die Studienautoren plädieren deshalb für mehr Frauen in Spitzenpositionen. Denn diese, sagen sie, verfolgen konservativere Strategien und fällen risikoärmere Entscheidungen.

Männlich dominierte Schweizer Bankenlandschaft

Im Schweizer Bankwesen sieht es hinsichtlich weiblicher Chefs beziehungsweise Verwaltungsratspräsidentinnen nach wie vor recht duster aus.

Zu den Ausnahmen gehört Fiona Frick. Sie ist CEO des Genfer Asset Managers Unigestion – und hält diesen seit Jahren geschickt auf Wachstumskurs. Erfolgreich als Chefin agiert auch Marianne Wildi die Hypothekarbank Lenzburg.

Derweil erweist sich die Genfer Traditionsbank Edmond de Rothschild hierzulande als die wohl grösste Frauenförderin. Mit Emanuela Bonadiman (Human Resources), Sabine Rabald (Deputy-CEO) und Cynthia Tobiano (Finanzchefin) sind drei von sieben Geschäftsleitungsmitglieder in Frauenhand, wie auch finews.ch berichtete.

Dahinter steckt mitunter Ariane de Rothschild. Sie sitzt im Verwaltungsrat der Bank. Das Geldinstitut befindet sich derzeit in einer Turnaround-Phase. Gut möglich, dass dieser mit mehr Frauenpower nun auch schneller gelingt.

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Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

 

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NEWS GANZ KURZ

Pensionskassen

Gemäss der Pensionskassen-Studie der ZKB-Tochter Swisscanto haben die Schweizer Vorsorge-Werke im Jahr 2015 trotz höherem Risiko weniger verdient. Demnach erzielten die Pensionskassen eine Performance von durchschnittlich 1,13 Prozent (Vorjahr: 7,31 Prozent). Somit verfehlten sie nicht nur die durchschnittlich angestrebte Zielrendite von 3,9 Prozent, sondern auch die Mindestzins-Vorgabe von 1,75 Prozent deutlich. Dies trotz einer Zunahme der risikobehafteten Anlagen.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank lanciert das Login per Fingerabdruck in die GLKB Mobile Banking App. Die Sicherheit mit dem neuen Login-Verfahren bleibt laut Mitteilung unverändert hoch.

Postfinance

Die Postbank beteiligt sich mit 9 Prozent am Aktienkapital der Swiss Bankers Prepaid Services (SBPS). Postfinance arbeitet bereits seit Jahren mit der Dienstleisterin im Bereich Reisezahlungsmittel zusammen. Im Zuge des Engagements wurde Nicole Walker, Leiterin Produktmanagement Zahlungslösungen bei der Post-Tochter, in den Verwaltungsrat der SBPS gewählt.

Swiss Life

Der Schweizer Lebensversicherer weist im BVG-Geschäft eine Auschüttungs-Quote von 92,9 Prozent aus. Die Prämien in der Kollektivversicherung stiegen 2015 im Vergleich zum Vorjahr 6 Prozent auf 8,69 Milliarden Franken. Um die Leistungsversprechen langfristig zu sichern, wurden zusätzliche technische Rückstellungen von 939 Millionen Franken gebildet.

Helvetia

Die Helvetia ist in der Schweiz in der beruflichen Vorsorge 2015 mit den periodischen Prämien gewachsen, hat aber bei den Einmaleinlagen zurückhaltend neues Geschäft gezeichnet. Total ging das Prämienvolumen um 4,1 Prozent auf 2,55 Milliarden Franken zurück.

Axa Winterthur

Die Axa Winterthur hat 2015 in der Beruflichen Vorsorge (BVG) den Gewinn leicht gesteigert. Das Betriebsergebnis aus dem der Mindestquote unterstellten Geschäft nahm um 10 Millionen Franken auf 221 Millionen Franken zu. Dagegen gingen die gesamten Prämieneinnahmen aufgrund weniger Neuabschlüsse in der Vollversicherung zurück.

Luzerner KB

An der Generalversammlung der Luzerner Kantonalbank haben die Aktionäre der beantragten Ausschüttung von 11 Franken via Nennwertrückzahlung zugestimmt. Sie wählten Andreas Emmenegger neu in den Verwaltungsrat. Aufgrund der Amtszeitbeschränkung von 15 Jahren wurde Christoph Lengwiler aus dem Gremium verabschiedet.

Valiant

Die Aktionäre der Valiant Bank haben der Erhöhung der Dividende auf 3,60 Franken zugestimmt und den Zuger Othmar Stöckli in den Verwaltungsrat gewählt. Er ersetzt Franz Zeder, der nach 14 Jahren aus dem Gremium ausgeschieden ist.

Postfinance

Die Post-Tochter hat ihr Online-Trading-Angebot überarbeitet. Via die neue Benutzeroberfläche können Kunden in Echtzeit an den wichtigsten Börsenplätzen der Schweiz, Europas und Nordamerikas selbstständig Aktien, Obligationen, Fonds, ETFs und Derivate handeln, wie es hiess. Entwickelt wurde die neue Plattform von der Postfinance-Partnerin Swissquote.

Zurich

Der Versicherer Zurich Insurance hat eine nachrangige Anleihe in Höhe von 750 Millionen Euro platziert. Die Anleihe hat eine Laufzeit bis Oktober 2046 und ist erstmals im Oktober 2026 kündbar. Die Transaktion richtet sich gemäss der Mitteilung an Investoren in Europa.

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