Diese Bank bezahlt am besten

Bild: Shutterstock

1. Vontobel-Banker bekommen am meisten 

Wer bei der Bank Vontobel arbeitet zählt hierzulande zu den Spitzenverdienern. Im Schnitt bezogen die knapp 1’500 Mitarbeitenden über 350'000 Franken Lohn (siehe Tabelle). Wie bereits im Vorjahr geht damit Platz eins bezüglich Löhne an die Zürcher Privatbank. 

Lohne 3

Das hat eine Analyse von finews.ch der Geschäftszahlen von 2015 der beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse, von Julius Bär und Vontobel sowie der Zürcher Kantonalbank ergeben. Dabei wurde der gesamte Personalaufwand durch die Anzahl Mitarbeitenden (auf Vollzeitbasis) dividiert.

Der Grund für den grossen Abstand von Vontobel zu den restlichen Banken ist auf den ersten Blick nicht offensichtlich. Aber mit Private Banking, Asset Management und Investmentbanking (dort vor allem im Produktebereich) betreibt Vontobel die Spitzendisziplinen im Banking. Sie hat keinen Retailbereich und vergleichsweise weniger Back-Office-Positionen, die tendenziell weniger gut bezahlt sind.

Ausserdem treiben beispielsweise im Asset Management einzelne Topverdiener den Durchschnittslohn. Bestes Beispiel ist das Aushängeschild Rajiv Jain. Vom Starfonds-Manager ist bekannt, dass er äusserst geschickt verhandelt und Vontobel seine Leistungen sehr grosszügig honoriert.

2. Gute Aussichten bei UBS...

Am zweitmeisten verdienten im Schnitt die gut 60'000 Angestellten der UBS. Rund 259'000 Franken pro Kopf schüttete die Schweizer Grossbank aus. Dies sind 5'000 Franken mehr als 2014.

Boni-Kürzungen stünden im laufenden Jahr nicht zur Debatte, versicherte Michel Demaré, Verwaltungsrat der UBS und Mitglied des Kompensationskomitees, kürzlich. Der Grund: Die Bank müsse global wettbewerbsfähig bleiben.

Allerdings soll die grösste Bank der Schweiz die Grundgehälter in ihrer Investmentbank mindestens bis zum zweiten Quartal 2016 eingefroren haben, wie Insider kürzlich berichteten.

3. ...trübe Aussichten bei Credit Suisse

Ganz anders sieht es hingegen bei der Credit Suisse (CS) aus. Als Reaktion auf das schlechte 2015 plant Bankchef Tidjane Thiam, die Boni seiner Mitarbeiter um bis zu 75 Prozent zu kürzen. Thiam setzt das Messer auch bei sich selber an und hat dem Verwaltungsrat eine markante Kürzung seines Bonus beantragt, wie auch finews.ch berichtete.

Im vergangenen Jahr betrug der Durchschnittslohn bei der CS 240'000 Franken pro Kopf. Dies ist etwas weniger als im Vorjahr. Allerdings beschäftigte die CS per Ende 2015 gut 2'000 Angestellte mehr als 2014. Das heisst, ein etwas kleinerer Lohnkuchen wurde auf mehr Mitarbeiter verteilt. Dennoch belegt die CS damit den dritten Platz – knapp vor den Julius-Bär-Bankern.

4. Weniger Lohn für Julius-Bär-Banker 

Diese bekamen 2015 gut 230'000 Franken. Dies sind fast 10'000 Franken weniger als zuvor. Die Privatbank musste wegen des US-Steuerstreits eine starke Gewinnerosion beklagen. Und die Busse werde sich auf die Saläre der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrats auswirken, hatte Julius-Bär-CEO Boris Collardi kürzlich angekündigt.

5. ZKB mit Lohnsprung 

Deutlich höhere Saläre gab es für die knapp 5'200 Mitarbeiter der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Sie bekamen im Schnitt 183'000 Franken. Das sind über 14'000 Franken mehr als noch im Vorjahr. Der Personalaufwand ist laut Geschäftsbericht um 16 Prozent gestiegen – insbesondere wegen der Swisscanto-Integration und höheren Boni.

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NEWS GANZ KURZ

Saxo Bank

Antonio Ferrante, der Chef der Saxo Bank Schweiz, ist zurückgetreten. Interimistisch übernimmt Patrick Hunger seinen Posten. Ferrante war nur wenig länger als zwei Jahre Chef des Online-Trading-Hauses. Er kam Anfang 2014 von der Credit Suisse für Søren Mose, der Saxo zusammen mit COO Ian Keates und Finanzchef Martin Beinhoff abrupt verlassen hatte.

Aargauische Kantonalbank

Das Staatsinstitut muss dem Kanton Aargau aus dem Rekordgewinn von 2015 mehr Geld abliefern. In die Staatskasse fliessen gemäss Beschluss des Eigners 91 Millionen Franken. Das sind 16 Millionen Franken mehr, als die Bank vorgeschlagen hat.

Fonds-Daten

Nach zweijähriger Zusammenarbeit haben sich zwei Dutzend Finanzinstitute angeführt von UBS, Credit Suisse und Julius Bär in Kooperation mit der Firma Fundinfo auf die Veröffentlichung des «openfunds-Standards». Die Initiative definiert häufig verwendete Fonds-Datenfelder. Jedes der 200 einzelnen Felder wird für die Datenübertragung spezifiziert und mit einem Identifier versehen.

SIX

Die Netzwerkprobleme der SIX sind nun vollständig behoben. Die Ursachen seien identifiziert. Die Systeme würden seit Mittwoch wieder stabil und ohne weitere Unterbrüche laufen. Die SIX hatte während über zwei Tagen mit grossen Netzwerkstörungen gekämpft, insbesondere der Zahlungsverkehr war betroffen gewesen.

Fondsmarkt

Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds erreichte im Mai 2016 rund 894 Milliarden Franken. Dies entspricht im Vergleich zum Vormonat einer Zunahme von knapp 20 Milliarden Franken oder 2,2 Prozent. Die Nettomittel-Zzuflüsse betrugen rund 340 Millionen Franken.

Postfinance

Die Postbank beteiligt sich am Kölner Fintech-Startup Moneymeets. Dieses betreibt eine Online-Plattform in den Bereichen Multibanking, Personal Finance Management und Versicherungen. Angestrebt ist ein Wissenstransfer, der Postfinance den Vorstoss in neue Geschäftsfelder ermöglichen soll.

Credit Suisse

Die Credit Suisse hat zum dritten Mal ihre Studie zum Finanzplatz Schweiz veröffentlich. Darin legt die Bank die Entwicklungen der letzten zwei Jahre dar, vergleicht die Positionierung internationaler Finanzplätze und geht auf Trends ein. Ausserdem sind in der Studie Faktoren für den zukünftigen Erfolg des Finanzplatzes definiert und es werden Handlungsempfehlungen sowohl für Marktteilnehmer als auch für Politik und Regulatoren gegeben.

Thurgauer Kantonalbank

Das Wahlprozedere für den Bankrat der Thurgauer Kantonalbank ist bestätigt worden. Der Thurgauer Grosse Rat hat eine parlamentarische Initiative von drei SVP-Kantonsräten abgelehnt: Darin wurde verlangt, dass künftig das Parlament neue Mitglieder für den Bankrat vorschlagen kann - und nicht mehr die Regierung.

Banken-Rating

Die Ratingagentur Fitch hat das Langfristrating für die UBS auf «A+» von bisher «A» erhöht. Die Erhöhung der Langfristratings für UBS AG und UBS Schweiz reflektiere die Kapitalposition der Gruppe. Die Gruppe sei damit in der Lage, die vorrangigen Verpflichtungen auch im Liquidationsfall zu decken. Das Langfristrating für die Credit Suisse bleibt bei «A».

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