Notenstein La Roche: Gewinnexplosion

Notenstein La Roche

Die zur Raiffeisen gehörende Privatbank Notenstein La Roche hat im dritten Jahr ihres Bestehens Fortschritte gezeigt. Der Gewinn explodierte förmlich – allerdings dank einem Sondereffekt.

Der Reingewinn der Privatbank Notenstein La Roche erreichte 2015 80,9 Millionen Franken. Dies geht aus der Präsentation der Gesamtergebnisse der Raiffeisen Gruppe hervor, zu welcher die Privatbank mit Sitz in St.Gallen gehört.

Das ist eine wahre Gewinnexplosion – hatte Notenstein doch 2014 noch einen Bruttogewinn von gerade mal 7 Millionen Franken ausgewiesen. Sie war operativ also kaum profitabel.

Einfluss von La Roche – und Leonteq

Jetzt also annähernd 81 Millionen Franken Reingewinn. Im Verlaufe von 2015 war die Basler Privatbank La Roche integriert worden, was einen positiven Gewinneinfluss hatte.

Doch der Haupteffekt war ein anderer, der nichts mit dem operativen Geschäft der Privatbank zu tun hat: Die 62 Millionen Franken aus dem Verkauf eines Anteils an Leonteq sind bei Notenstein La Roche verbucht worden, weil dort die Beteiligung am Zertifikate-Spezialisten liegt.

Effizienzgewinne

Dennoch habe die Privatbank gut gearbeitet, heisst es bei Raiffeisen. Ohne den Leonteq-Effekt beläuft sich der Gewinn immerhin auf knapp 20 Millionen Franken bei verwalteten Vermögen von 22 Milliarden Franken.

Notenstein La Roche hat Effizienzgewinne erzielt durch die Auslagerung von Service-Dienstleistungen und Teilen des Asset Managements in die neue Raiffeisen-Tochter Vescor, was sich auch in der Cost-Income-Ratio zeigt, die von 96 auf 80 Prozent gesunken ist.

Stark angestiegener Geschäftserfolg

Der Blick auf die Angaben zum Geschäftserfolg im Jahr 2015 gibt weiteren Aufschluss über die Fortschritte bei Notenstein La Roche: Dieser stieg von 3,2 Millionen im Vorjahr auf 30 Millionen an.

Die Übernahme von La Roche sowie die erfolgte Fokussierung auf das reine Privatebanking beginnt demnach Früchte zu tragen. Allerdings liegt die Cost-Income-Ratio noch immer zu hoch. Das verdammt die Privatbank zum Wachstum, was aber ohne weitere Übernahmen sehr schwierig ist.

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NEWS GANZ KURZ

Bank Frick

Die liechtensteinische Bank Frick & Co. hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr 2016 um 11,6 Prozent auf 2,2 Millionen Franken im Vergleich zur Vorjahresperiode gesteigert. In den Folgemonaten erwartet die Bank «substanzielles Neugeschäft» aufgrund der Akquirierung des Zahlungssystem-Anbieters Net 1.

Responsability

Die niederländische Entwicklungsbank FMO hat Nachrangdarlehen im Wert von 67,4 Millionen Dollar an den Zürcher Mikrofinanz-Spezialisten Responsability verkauft. Das Portfolio umfasst Transaktionen mit neun Finanzinstituten, die in 14 Entwicklungs- und Schwellenländern tätig sind und vorwiegend KMU bedienen.

Acrevis

Die von St. Gallen aus operierende Regionalbank hat im ersten Halbjahr 2016 einen Gewinn von 9,8 Millionen Franken erzielt, minim mehr als im Vorjahr. Die Kundenausleihungen nahmen leicht um 1,6 Prozent zu, die verwalteten Vermögen um 2,7 Prozent.

Valartis

Die liechtensteinische Finanzaufsicht und die Börse Hongkong haben den Verkauf ihrer Liechtensteiner Tochter der Valartis Gruppe an die Citychamp Watch & Jewellery Group genehmigt hat. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2016 abgeschlossen werden.