Bellevue Gruppe: Verlust eingegrenzt

André Rüegg, CEO Bellevue Group

André Rüegg, CEO der Bellevue Group

Die Zürcher Vermögensverwaltungs-Boutique hatte bereits vor einem Verlust im Jahr 2015 gewarnt. Dieser hält sich nun aber in Grenzen – an der Dividende wird festgehalten.

Die Bellevue Gruppe hatte bereits letzten Januar davor gewarnt: das Jahr 2015 werde für die Finanz-Boutique mit einem Konzernverlust von knapp 1 Million Franken enden. Wie das am Montag vermeldete definitive Ergebnis nun zeigt, konnte der Verlust immerhin eingegrenzt werden. Er liegt nun bei 0,8 Millionen Franken.

Im Vorjahr hatte die Gruppe noch 11 Millionen Franken Gewinn geschrieben.

Personal eingestellt

Wie bereits mitgeteilt, hatte das vom bekannten Zürcher Banker Martin Bisang mitgegründete Unternehmen im ersten Halbjahr 2015 mit Marktturbulenzen und Wertberichtigungen zu kämpfen. Ebenfalls stiegen durchs Jahr die Personalkosten aufgrund des unternehmerischen Kompensationsmodells und einer leicht höheren Mitarbeiterzahl von 87 (Vorjahr 78), wie es hiess.

Der operative Gewinn für 2015 konnte indes gegenüber dem Vorjahr um 85 Prozent auf 24,6 Millionen Franken gesteigert werden. Ebenfalls will die Gruppe wie angekündigt eine Dividende von 1 Franken je Aktie ausschütten.

Ausbruch eingeleitet

Dessen ungeachtet macht das Verlustjahr klar, dass bei der Bellevue Gruppe Handlungsbedarf besteht. CEO André Rüegg hat nun insbesondere mit einer kürzlich angekündigten Übernahme den Ausbruch eingeleitet.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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