HSBC verliert Trust-Urgestein

Konrad K. Häuptli, icomply

Konrad K. Häuptli, icomply

Für die HSBC Private Bank (Schweiz) fällt dieser Abgang wohl ins Gewicht: Konrad K. Häuptli, der bei der grossen Auslands-Privatbank zuletzt als Steuerspezialist im Range eines Managing Directors tätig war, wechselt per 1. März als Partner zu icomply. Dies bestätigte die auf Banken-Compliance spezialisierte Zürcher Firma am Montag gegenüber finews.ch.

Häuptli kümmert sich dort um die derzeit brennendsten Themen im Swiss Banking. Er werde sich insbesondere mit den Herausforderungen in Zusammenhang mit dem Automatischen Informationsaustausch (AIA), den Reporting-Standards und dem amerikanische Steuergesetz Fatca auseinandersetzen, hiess es bei icomply.

Vom Militärdepartement zum Familiy Office

Häuptli, den das Fachmagazin «Schweizer Versicherung» einst als «Banker alter Schule» bezeichnete, blickt auf eine lange Finanz-Karriere zurück.

So hatte er an der Universität Bern Rechtswissenschafen studiert und weitere Ausbildungen an den Universitäten Zürich und George Town University in Washington absolviert, um dann als Anwalt beim damaligen Eidgenössischen Militärdepartement sowie den Solothurner Steuerbehörden tätig zu werden.

Anschliessend wechselte Häuptli in die Privatwirschaft. Zuerst arbeitete er für den Rückversicherer Swiss Re, führte dann 25 Jahre lang ein Family Office und stieg schliesslich bei der HSBC Privatbank auf.

Chef von Trust-Gesellschaft

So wurde er 2006 zum Chef der damals neu gegründeten Trust-Gesellschaft der HSBC Private Bank und der HSBC Guyerzeller in Zürich ernannt. Zeitweilig sass Häuptli auch in der Steuer- und Finanzkommission der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg).

Damit kennt Häuptli nicht zuletzt die Trust-Konstrukte, die beim Übertritt der Banken in die neue «Weissgeld-Ära» oft Kopfzerbrechen bereiten, aus nächster Nähe. Entsprechend dürfte seine Expertise nun als Bankenberater gefragt sein.

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NEWS GANZ KURZ

Investis

Die Westschweizer Immobiliengruppe Investis hat für den Börsengang am Donnerstag an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange den Angebotspreis bei 53 Franken pro Aktie festgelegt. Die Gruppe erwartet somit ein Erlös von 148 Millionen Franken.

Saxo Bank

Antonio Ferrante, der Chef der Saxo Bank Schweiz, ist zurückgetreten. Interimistisch übernimmt Patrick Hunger seinen Posten. Ferrante war nur wenig länger als zwei Jahre Chef des Online-Trading-Hauses. Er kam Anfang 2014 von der Credit Suisse für Søren Mose, der Saxo zusammen mit COO Ian Keates und Finanzchef Martin Beinhoff abrupt verlassen hatte.

Aargauische Kantonalbank

Das Staatsinstitut muss dem Kanton Aargau aus dem Rekordgewinn von 2015 mehr Geld abliefern. In die Staatskasse fliessen gemäss Beschluss des Eigners 91 Millionen Franken. Das sind 16 Millionen Franken mehr, als die Bank vorgeschlagen hat.

Fonds-Daten

Nach zweijähriger Zusammenarbeit haben sich zwei Dutzend Finanzinstitute angeführt von UBS, Credit Suisse und Julius Bär in Kooperation mit der Firma Fundinfo auf die Veröffentlichung des «openfunds-Standards». Die Initiative definiert häufig verwendete Fonds-Datenfelder. Jedes der 200 einzelnen Felder wird für die Datenübertragung spezifiziert und mit einem Identifier versehen.

SIX

Die Netzwerkprobleme der SIX sind nun vollständig behoben. Die Ursachen seien identifiziert. Die Systeme würden seit Mittwoch wieder stabil und ohne weitere Unterbrüche laufen. Die SIX hatte während über zwei Tagen mit grossen Netzwerkstörungen gekämpft, insbesondere der Zahlungsverkehr war betroffen gewesen.

Fondsmarkt

Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds erreichte im Mai 2016 rund 894 Milliarden Franken. Dies entspricht im Vergleich zum Vormonat einer Zunahme von knapp 20 Milliarden Franken oder 2,2 Prozent. Die Nettomittel-Zzuflüsse betrugen rund 340 Millionen Franken.

Postfinance

Die Postbank beteiligt sich am Kölner Fintech-Startup Moneymeets. Dieses betreibt eine Online-Plattform in den Bereichen Multibanking, Personal Finance Management und Versicherungen. Angestrebt ist ein Wissenstransfer, der Postfinance den Vorstoss in neue Geschäftsfelder ermöglichen soll.

Credit Suisse

Die Credit Suisse hat zum dritten Mal ihre Studie zum Finanzplatz Schweiz veröffentlich. Darin legt die Bank die Entwicklungen der letzten zwei Jahre dar, vergleicht die Positionierung internationaler Finanzplätze und geht auf Trends ein. Ausserdem sind in der Studie Faktoren für den zukünftigen Erfolg des Finanzplatzes definiert und es werden Handlungsempfehlungen sowohl für Marktteilnehmer als auch für Politik und Regulatoren gegeben.

Thurgauer Kantonalbank

Das Wahlprozedere für den Bankrat der Thurgauer Kantonalbank ist bestätigt worden. Der Thurgauer Grosse Rat hat eine parlamentarische Initiative von drei SVP-Kantonsräten abgelehnt: Darin wurde verlangt, dass künftig das Parlament neue Mitglieder für den Bankrat vorschlagen kann - und nicht mehr die Regierung.

Banken-Rating

Die Ratingagentur Fitch hat das Langfristrating für die UBS auf «A+» von bisher «A» erhöht. Die Erhöhung der Langfristratings für UBS AG und UBS Schweiz reflektiere die Kapitalposition der Gruppe. Die Gruppe sei damit in der Lage, die vorrangigen Verpflichtungen auch im Liquidationsfall zu decken. Das Langfristrating für die Credit Suisse bleibt bei «A».

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