Goldman-Sachs-Banker stolpert über Präsidentschaftskandidat Donald Trump

Donald Trump

Donald Trump

Oder besser gesagt: über einen Hut. Eine merkwürdige Geschichte über Fallstricke und Parteispenden im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft.

Dass er auf den skurrilen Präsidentschafts-Kandidaten Donald Trump gesetzt hat, ist Luke Thorburn zum Verhängnis geworden. Wie die britische «Financial Times» (Artikel bezahlpflichtig) berichtete, wurde der Banker von seiner Arbeitgeberin Goldman Sachs per sofort freigestellt – weil er über eine eigene Webseite Hüte mit einem von Trump inspirierten Slogan verkaufte (Bild unten).

Hut 500

Genügt das als Grund zur Suspendierung? Aus Sicht der mächtigen Wall-Street-Bank Goldman Sachs ganz offensichtlich schon. Denn Thorburn hatte vergessen, die Hut-Idee beim Institut anzumelden. Die Bank lässt Nebenverdienste von Mitarbeitenden zu – wenn sie diese offenlegen.

Goldman Sachs setzt auf Hillary Clinton

Laut dem Bericht hatte Thorburn das aber versäumt. Bis es plötzlich jedermann wusste. Die «New York Times» hatte ihn nämlich jüngst als einzigen Trump-Anhänger innerhalb der ganzen Bank Goldman Sachs geoutet.

Das Institut selber hat über lange Jahre die Polit-Karriere der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton gesponsert; diverse Goldmänner spendeten zudem für den rebublikanischen Präsidentschafts-Anwärter Marco Rubio, ein Senator aus Florida.

Thorburn stand da mit seiner Trump-Spende von genau 534.58 Dollar bereits im Abseits. Und ist wegen der Hüte mit dem Spruch «Make Christianity Great Again» nun offenbar ganz weg vom Fenster.

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NEWS GANZ KURZ

Compagnie Financière Tradition

Das Lausanner Brokerhaus hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2016 einen leicht tieferen Umsatz (-0,3 Prozent) auf gut 425 Millionen Franken realisiert. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies einem Rückgang um 1,6 Prozent.

Urner Kantonalbank

Das Finanzinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 trotz besserem Geschäftsgang weniger Gewinn gemacht. Dieser sank um 7,5 Prozent auf 8,5 Millionen Franken. In der Vorjahresperiode hatte die Bank ausserordentlich vom Verkauf ihrer Swisscanto-Beteiligung profitiert. Im Zinsengeschäft gab es ein Plus von 13,8 Prozent auf knapp 17 Millionen Franken. Per Ende Jahr erwartet das Management ein Ergebnis über Vorjahr.

UBS

Die Grossbank UBS ist noch vor dem IT-Riesen Google der beliebteste Arbeitgeber für Schweizer Hochschul-Absolventen, wie das Beratungsunternehmen Trendence berichtete. Die Banken bleiben die beliebteste Branche der Wirtschafts-Wissenschaftler: Neben der UBS befinden sich die Credit Suisse, die Schweizerische Nationalbank und Julius Bär unter den Top 20 der gesuchtesten Arbeitsadressen.

Schwyzer Kantonalbank

Im ersten Halbjahr sank der Gewinn des Innerschweizer Finanzinstituts um 3,4 Prozent auf knapp 33 Millionen Franken. Unter anderem belasteten höhere Wert-Berichtigungen auf Beteiligungen das erste Halbjahr. Dank einer substanziellen Volumenzunahme kam das Zinsengeschäft mit einem Brutto-Erfolg von gut 91 Millionen Franken in etwas auf Vorjahres-Niveau zu liegen. Für das 2016 rechnet die Bank mit einem Jahresergebnis leicht unter Vorjahr.

Bank Coop

Die Bank Coop hat im ersten Halbjahr 2016 einen leichten Gewinnrückgang auf 22,7 Millionen Franken erlitten. Die Bank erklärt dies mit höheren Investitionen für verschiedene digitale Projekte, Umbauten sowie einer höheren Zuweisung an die Reserven für Bankrisiken. Im Zinsengeschäft konnte Bank Coop leicht zulegen, warnt jedoch vor dem anhaltenden Margendruck.

Fonds

Die «Brexit»-Turbulenzen haben auch bei den in der Schweiz gehandelten Fonds Spuren hinterlassen. Laut dem Schweizerischen Fondsverband Sfama verminderten sich die verwalteten Vermögen um 17 Milliarden Franken. Die Netto-Mittelabflüsse betrugen knapp 2,3 Milliarden Franken.

Freiburger KB

Das Staatsinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 einen Gewinn-Rückgang um 5,3 Prozent auf 68,5 Millionen Franken verzeichnet. Die Bank leidet unter dem Negativzins-Umfeld. Im Hauptgeschäft der Bank, dem Zinsengeschäft, resultierte denn auch ein um 2,6 Prozent gesunkener Nettoerfolg auf gut 107 Millionen Franken. Für das Gesamtjahr bleibt die Kantonalbank dennoch zuversichtlich.

Pimco

Der weltgrösste Anleihenmanager hat Emmanuel «Manny» Roman per Ende August zum neuen CEO ernannt. Roman ist derzeit CEO beim britischen Hedgefonds Man Group. Er tritt an die Stelle von Douglas Hodge, der als Managing Director und Senior Adviser bei Pimco bleibt. Bei Man Group kommt neu Luke Ellis an die Spitze.

Obwaldner Kantonalbank

Das Innerschweizer Staatsinstitut erzielte im ersten Halbjahr einen Reingewinn von 6,9 Millionen Franken, gleich viel wie im Jahr zuvor. Trotz besserem Geschäftsgang fehlte heuer der Ertrag aus dem Verkauf der Swisscanto-Beteiligung, der letztes Jahr den Gewinnausweis verschönt hatte.

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