Eine weitere Klage in der Russland-Affäre der Credit Suisse

Credit Suisse, Genf

Die Credit Suisse wird immer tiefer in die Affäre um Millionenverluste im Russland-Geschäft gezogen. Nun haben zwei weitere Kunden Schadenersatz eingeklagt.

Zwei russische Kunden haben ihren ehemaligen Kundenberater bei der Credit Suisse (CS) auf Schadenersatz verklagt. Auch die CS ist als potenzielles Ziel für die Schadenersatzklage genannt, sollten die verursachten Verluste in den Vermögensverwaltungs-Mandaten nicht nur durch den Kundenberater allein verursacht worden sein. Das schreibt die Nachrichtenagentur «Bloomberg» am Dienstag unter Berufung auf den Genfer Anwalt Giorgio Campa.

Die erste Klage war vom georgischen Oligarchen Bidzina Ivanishvili eingereicht worden, wie auch finews.ch berichtet hat. Der Kundenberater soll bis zu 100 Millionen Franken verspekuliert haben.

Weitere Klagen möglich

Erste Verluste hatte der Kundenberater durch Verschiebungen zwischen Portefeuilles wettzumachen, was am Ende misslang. Somit ist es möglich, dass weitere Schadenersatzklagen folgen.

Die Genfer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den französischen Staatsbürger. Die CS hat den Fall bislang nicht kommentiert, doch soll der Kundenberater auf eigene Faust gehandelt haben. Dieser stellt den Fall aber ganz anders dar: Seine Chefs seien über die ersten Verluste orientiert gewesen, hätten ihn aber in Stich gelassen.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Sachversicherer hat im ersten Halbjahr das Prämienvolumen um 1,9 Prozent auf rund 1,37 Milliarden Franken erhöht. Der Halbjahres-Gewinn kletterte um 12,2 Prozent auf 142 Millionen Franken. Damit setzt Allianz Suisse den positiven Trend fort.

Zürcher Kantonalbank

investiere.ch, die Schweizer Investitionsplattform für Startups, hat eine Finanzierungsrunde über 3,5 Millionen Franken abgeschlossen. Die Zürcher Kantonalbank hat sich dabei substanziell an der Kapital-Erhöhung beteiligt und ist neu Minderheitsaktionärin von investiere.ch.

Swiss Life

Corpus Sireo, eine Tochter-Gesellschaft der Swiss Life Asset Managers, kauft die Firmensitze der Zurich Deutschland in Köln und Bonn. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Was Corpus Sireo mit den Objekten vor hat, ist noch Gegenstand von Verhandlungen mit den Behörden.

Bernerland Bank

Die Regionalbank hat im ersten Halbjahr 2016 den Reingewinn um 6 Prozent auf gut 2 Millionen Franken steigern können. Der Zinserfolg nahm um 1 Prozent auf 10,2 Millionen Franken zu. Trotz des anhaltend schwierigen Zinsumfelds erwartet die Bank für das Geschäftsjahr 2016 einen Reingewinn auf Vorjahreshöhe.

Zürcher Landbank

Die Zürcher Landbank hat im ersten Semester 2016 den Gewinn auf über 1 Million Franken gesteigert. Dies ist ein Folge des höheren Zinserfolges, der um 2,5 Prozent auf 4 Millionen Franken stieg. Die übrigen Erfolgspositionen sowie der Aufwand blieben stabil.

Western Union

Der Zahlungsdienstleister Western Union und die SBB haben eine Smartphone-App lanciert. Sie ermöglicht Geldtransfers in über 200 Länder an mehr als 1'000 Billett-Automaten. Die Überweisung können entweder bar oder mit einer Bankkarte erfolgen.

Fondsmarkt

Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds hat im Juli dieses Jahres über 900 Milliarden Franken. Dies entspricht im Vergleich zum Vormonat einer Zunahme von 2,2 Prozent. Die Nettomittelzuflüsse betrugen rund 4 Milliarden Franken.

VZ Gruppe

Die Depotbank der VZ Gruppe hat einen neuen Digital Banking Hub der Zürcher Softwareschmiede Crealogix in Betrieb genommen. Der Hub erlaubt eine modulare Weiterentwicklung als Plattform für verschiedene Banking-Applikationen.

Moody's

Die Ratingagentur bescheinigt dem Schweizer Bankensystem einen «stabilen Ausblick». Die Einstufung reflektiere die Erwartung, dass die operativen Konditionen für die Banken in der Schweiz solide und stabil bleiben, so Moody's.

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