Ariane de Rothschild: Damenschuhe mit Totenkopf

Ariane de Rothschild

Die Rubrik «Lunch with...» gehört zu jeweils zu den Leckerbissen im Wirtschaftsblatt «Financial Times». Der Leser lernt hier hochgestellte Persönlichkeiten des «global business» von einer anderen, persönlicheren Seite kennen – beim Mittagessen eben.

In der Ausgabe vom Freitag (Artikel bezahlpflichtig) hat der Reporter Ariane de Rothschild in Genf zum Essen eingeladen, Chairwoman des Executive Committee der Rothschild-Gruppe.

Das Essen spielt dabei – wie üblich – die Nebenrolle. Vorhang auf für Baronin Ariane de Rothschild.

Kolibri-Sammlung im Geldtempel

Zunächst erfährt der Leser, dass sie offenbar eine Schwäche für Kolibris hat. In den Räumlichkeiten der Bank Edmond de Rothschild hat sie eine Sammlung dieser Vögel aus dem 19. Jahrhundert untergebracht.

Sie wirkten irgendwie deplaziert in diesem nüchternen Tempel, welcher der Anhäufung von Vermögen diene, hält der Schreiber fest.

Auf der Strasse in Richtung des Restaurants – Chez Philippe – dann die nächste Irritation: Baronin trägt purpurfarbene Pumps mit metallenen Totenköpfen an der Spitze. Ein Modell von Alexander McQueen erklärt sie, das eigentlich eine ihrer Töchter gehört. Sie habe aber dieselbe Schuhgrösse.
Schuh

Man erfährt auch, dass Ariane de Rothschild, die in El Salvador zur Welt kam und in Zaire aufwuchs, wohl nicht allzu begeistert ist, in Genf und in der Schweiz zu leben. Die Schweizer, sagt sie, seien wirklich nette Leute: ruhig und bedächtig, sehr konservativ.

Der Mann fährt lieber Autorennen

Für die Globetrotterin sei es schwer gewesen, in dieser äusserst tradtionsreichen französischen Adelsfamilie ihren Platz einzunehmen und vor allem, die Leitung der Bank zu übernehmen. Ihr Mann, Benjamin de Rothschild, hat mehr Leidenschaft für Rennwagen und Yachten als fürs Banking.

Leidenschaftlich wird Ariane de Rothschild, wenn es um den Familienzwist geht. Zur Erinnerung: David de Rothschild, Benjamins Cousin, hatte vergangenes Jahr beschlossen, die als Paris Orléans firmierende Rothschild-Investmentbank in Rothschild & Co umzubenennen.

Sie muss den Streit austragen

Cousin Benjamin stiess das sauer auf. Seither herrscht Streit in der Familie. Mit dieser Namensänderung sei ein über Generationen gewahrter Kodex gebrochen worden, sagt Ariane de Rothschild. Kein Rothschild dürfe einfach nur den Namen «Rothschild» als solches verwenden, das sei eine Familienregel.

Sie müsse als Vertreterin von Edmond de Rothschild diese Regel gegen David vertreten, auch wenn sie nur in die Familie eingeheiratet hat. «Ich bin diejenige, die den Streit austragen muss.»

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NEWS GANZ KURZ

Compagnie Financière Tradition

Das Lausanner Brokerhaus hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2016 einen leicht tieferen Umsatz (-0,3 Prozent) auf gut 425 Millionen Franken realisiert. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies einem Rückgang um 1,6 Prozent.

Urner Kantonalbank

Das Finanzinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 trotz besserem Geschäftsgang weniger Gewinn gemacht. Dieser sank um 7,5 Prozent auf 8,5 Millionen Franken. In der Vorjahresperiode hatte die Bank ausserordentlich vom Verkauf ihrer Swisscanto-Beteiligung profitiert. Im Zinsengeschäft gab es ein Plus von 13,8 Prozent auf knapp 17 Millionen Franken. Per Ende Jahr erwartet das Management ein Ergebnis über Vorjahr.

UBS

Die Grossbank UBS ist noch vor dem IT-Riesen Google der beliebteste Arbeitgeber für Schweizer Hochschul-Absolventen, wie das Beratungsunternehmen Trendence berichtete. Die Banken bleiben die beliebteste Branche der Wirtschafts-Wissenschaftler: Neben der UBS befinden sich die Credit Suisse, die Schweizerische Nationalbank und Julius Bär unter den Top 20 der gesuchtesten Arbeitsadressen.

Schwyzer Kantonalbank

Im ersten Halbjahr sank der Gewinn des Innerschweizer Finanzinstituts um 3,4 Prozent auf knapp 33 Millionen Franken. Unter anderem belasteten höhere Wert-Berichtigungen auf Beteiligungen das erste Halbjahr. Dank einer substanziellen Volumenzunahme kam das Zinsengeschäft mit einem Brutto-Erfolg von gut 91 Millionen Franken in etwas auf Vorjahres-Niveau zu liegen. Für das 2016 rechnet die Bank mit einem Jahresergebnis leicht unter Vorjahr.

Bank Coop

Die Bank Coop hat im ersten Halbjahr 2016 einen leichten Gewinnrückgang auf 22,7 Millionen Franken erlitten. Die Bank erklärt dies mit höheren Investitionen für verschiedene digitale Projekte, Umbauten sowie einer höheren Zuweisung an die Reserven für Bankrisiken. Im Zinsengeschäft konnte Bank Coop leicht zulegen, warnt jedoch vor dem anhaltenden Margendruck.

Fonds

Die «Brexit»-Turbulenzen haben auch bei den in der Schweiz gehandelten Fonds Spuren hinterlassen. Laut dem Schweizerischen Fondsverband Sfama verminderten sich die verwalteten Vermögen um 17 Milliarden Franken. Die Netto-Mittelabflüsse betrugen knapp 2,3 Milliarden Franken.

Freiburger KB

Das Staatsinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 einen Gewinn-Rückgang um 5,3 Prozent auf 68,5 Millionen Franken verzeichnet. Die Bank leidet unter dem Negativzins-Umfeld. Im Hauptgeschäft der Bank, dem Zinsengeschäft, resultierte denn auch ein um 2,6 Prozent gesunkener Nettoerfolg auf gut 107 Millionen Franken. Für das Gesamtjahr bleibt die Kantonalbank dennoch zuversichtlich.

Pimco

Der weltgrösste Anleihenmanager hat Emmanuel «Manny» Roman per Ende August zum neuen CEO ernannt. Roman ist derzeit CEO beim britischen Hedgefonds Man Group. Er tritt an die Stelle von Douglas Hodge, der als Managing Director und Senior Adviser bei Pimco bleibt. Bei Man Group kommt neu Luke Ellis an die Spitze.

Obwaldner Kantonalbank

Das Innerschweizer Staatsinstitut erzielte im ersten Halbjahr einen Reingewinn von 6,9 Millionen Franken, gleich viel wie im Jahr zuvor. Trotz besserem Geschäftsgang fehlte heuer der Ertrag aus dem Verkauf der Swisscanto-Beteiligung, der letztes Jahr den Gewinnausweis verschönt hatte.

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