Rajiv Jain verlässt Vontobel

Rajiv Jain

Nun ist es doch passiert: Rajiv Jain verlässt die Bank Vontobel. Jain habe sich entschlossen, eigene unternehmerische Pläne zu verfolgen, teilte die Vontobel am Montagabend mit. Er wird die Bank Ende Mai verlassen.

Sein Nachfolger steht bereits fest: Es ist Matthew Benkendorf (Bild unten), Jains Stellvertreter als Chef der in New York ansässigen Asset-Management-Boutique Vontobels. Benkendorf und Jain hätten in den vergangenen 17 Jahren eng zusammengearbeitet und den Quality Growth Investmentprozess und die Firmenkultur zusammen geprägt, so Vontobel.

matt benkendorf 500

Nur Jain geht

Vontobel stelle mit dieser Nachfolgeplanung einen nahtlosen Übergang und höchsten Performance-Schutz für seine Kunden sicher. Dem Vernehmen nach verlässt nur Jain die Bank, das übrige Team der Quality-Growth-Boutique bleibe an Bord, hiess es. Eine einjährige Konkurrenzklausel verbietet Jain zudem das Abwerben von Vontobel-Leuten.

Jain stiess 1994 als Portfolio Manager zu Vontobel. 2002 wurde er Global Head of Equities und 2014 neben Philipp Hensler Co-CEO der US-Einheit. Sein Wirken für Vontobel war äusserst erfolgreich.

Das Asset Management war er

Über Jahre hinweg waren es Jains Fonds, welche das Asset Management von Vontobel trugen und wachsen liessen. Erst in den letzten drei Jahren unternahm die Bank vermehrt Anstrengungen, neben den Aktienstrategien auch einen Fixed-Income-Bereich aufzubauen und zu stärken.

Jains Erfolg kam auch mit einer gewissen Kapriziosität. Der Fondsmanager hatte den Ruf, dass er sich seine Leistungen für Vontobel fürstlich entlöhnen liess. Dennoch kamen in den vergangenen Jahren immer wieder Grerüchte auf, Jain würde Vontobel verlassen. Das ist nun der Fall.

Reaktionen der Investoren ungewiss

Wie Jains Abgang bei den Investoren aufgenommen wird, bleibt abzuwarten. Axel Schwarzer, Chef Asset Management bei Vontobel, hatte vergangenes Jahr in einem Interview mit finews.ch die Gefahr des «Klumpenrisikos Rajiv Jain» herabgespielt. Die Boutique sei so aufgestellt, dass bei einem Abgang eines Portfolio Managers der Investmentprozess absolut in Takt bleibt.

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