LGT spannt in London mit Ex-UBS-Bankern zusammen

David Scott, Mitgründer Vestra Wealth

David Scott, Mitgründer Vestra Wealth

Die sich im Besitz der Fürstenfamilie von Liechtenstein befindliche Bank LGT übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung an der Londoner Vermögensverwaltungs-Boutique Vestra Wealth LLP. Dies teilte die Fürstenbank am Montag mit.

Über den Preis der Beteiligung wahrt LGT Stillschweigen. Der von den Liechtensteinern erworbene Anteil sei jedoch «signifkant», wie es weiter hiess. Der Rest der Unternehmens wird weiterhin von den geschäftsführenden Gesellschaftern der Firma gehalten. 

Der Mitteilung zufolge ermöglicht es die Transaktion der LGT, im britischen Private-Banking-Markt Fuss zu fassen. Vestra Wealth hingegen werde in der Lage sein, ihren Kundenservice im Rahmen der bestehenden Organisation weiter auszubauen.

In London und auf Jersey

Bei Vestra Wealth handelt es sich um ein in London ansässiges Wealth-Management-Unternehmen mit 5,6 Milliarden Pfund (7,9 Milliarden Franken) an betreuten Vermögen. Das partnergeführte Unternehmen beschäftigt 234 Mitarbeitende und Büros in London, im britischen Bristol und auf der Kanalinsel Jersey.

Vestra Wealth bietet britischen vermögenden Kunden Dienstleistungen im Investment-Management sowie in der Vermögensplanung, das angegliederte Private Office stellt einer superreichen Klientel Private-Investment-Office-Services zur Verfügung. Das Büro in Jersey bietet analoge Dienstleistungen für die internationale Kundschaft.

Vestra Wealth US Ltd. schliesslich ist auf die Vermögensberatung von US-Kunden spezialisiert und wird neben der britischen FCA auch durch die amerikanische SEC beaufsichtigt.

Wachstum und Kontroversen

Laut Prinz Max von Liechtenstein, dem CEO von LGT, ist die Investition in London ein wichtiger Schritt in der langfristigen internationalen Wachstumsstrategie seiner Bank. Ziemlich sicher ist zudem, dass der Einkauf bei Vestra Wealth im Swiss Banking ebenfalls Beachtung finden wird.

Denn Vestra-Wealth-Gründer David Scott kommt von der UBS, und seit das Unternehmen Vestra Wealth 2008 ins Leben gerufen wurde, hat dieses schon für einige Kontroversen in Zusammenhang mit der Schweizer Grossbank gesorgt.

Ein Dorn im Auge der UBS

So warben Scott und seine Partner massenweise Personal bei der UBS an, was bei den Schweizern nicht nur Missmut auslöste, sondern bald auch rechtliche Schritte gegen Vestra.

Die beiden Streithähne erreichten sodann eine aussergerichtliche Vereinbarung, wonach Vestra bis im April 2009 keine UBS-Angestellte mehr übernehmen darf. Nach Ablauf dieser Frist liefen aber wiederum sporadisch UBS-Banker zu ihren Bekannten bei Vestra über, wie auch finews.ch berichtete.

 

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

 

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Sorry, we speak only «Deutsch»
  • Kapitulation der Währungshüter
  • Wie die reichsten Männer der Welt ihr erstes Geld verdienten
  • So viele Milliarden könnten die Banken mit der Blockchain sparen
  • Der Facebook-Milliardär, der Wrestler und ein Sexvideo
  • Fintech: Das war erst der Anfang
  • Hervé Falciani: Dieb oder Weltverbesserer?
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram

Zürcher Bankenverband

Führende Vertreter der Schweizer Finanzbranche zum Thema Regulierung.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

SELECTION

Selection

Die schlimmsten Prognosen 2016

Was Anlage-Profis für 2016 prophezeien.

Selection

Wie Sie eine Kündigung richtig verarbeiten

Wie Sie eine Kündigung richtig verarbeiten

So reagiert man perfekt, wenn man plötzlich den blauen Brief kriegt.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Raiffeisen

Die Zertifizierung der Energieeffizienz von Gebäuden erfährt in der Schweiz laut Raiffeisen breite Unterstützung. Die genossenschaftlich organisierte Bank und grösste Hypothekengeberin der Schweiz trägt dem Rechnung und bietet neu eine energetische Immobilienbewertung in der Hypothekenberatung an.

Profidata

Profidata, der Softwaredienstleister für Finanzunternehmen, hat in Deutschland die Abraxas übernommen. Abraxas ist spezialsiert auf die Konsolidierung und Qualitätssicherung von Finanzmarktdaten, Marktgerechtigkeitsprüfungen und Fair-Value-Berechnungen.

SigFig

Der amerikanische Robo-Advisor, an dem sich kürzlich auch die UBS beteiligte, hat eine weitere Finanzierungs-Runde erfolgreich hinter sich gebracht. Von diversen Investoren, darunter die Schweizer Grossbank und die spanische Banco Santander, löste SigFig rund 40 Millionen Dollar.

State Street

Der US-Asset-Manager State Street ist in Genf zum offiziellen Research Partner des International Forum of Sovereign Wealth Funds gewählt worden. Eines der ersten Forschungsprojekte sind langfristige Anlagestrategien.

Unicredit

Unicredit steigt in den Schweizer ETF-Markt ein. Die italienische Bank emittiert zwei ETFs an SIX Swiss Exchange und übernimmt für diese auch das Market Making. Damit wächst die Zahl der ETF-Anbieter an SIX Swiss Exchange erstmals auf 22 und die Produktauswahl steigt auf einen neuen Höchststand von 1‘240 Produkten.

Swisscard

Die Kreditkarten-Tochter der Grossbank Credit Suisse emittiert weitere so genannte Asset Backed Securities (ABS) zur eigenen Refinanzierung. Die neue Transaktion im Umfang von 200 Millionen Franken besteht aus drei Tranchen mit einer Laufzeit von drei Jahren, die an der SIX kotiert werden.

Credit Suisse

Die mächtige Rating-Agentur Fitch zieht der Schweizer Grossbank Punkte ab. Das Langzeit-Bonitäts-Rating senkt die Agentur dazu um eine Stufe auf A- von bislang A gesenkt. Der Ausblick wird auf «stabil» von «positiv» revidiert. Die Rating-Abstufungen begründet Fitch mit der Anfälligkeit des Geschäftsmodells der Bank gegenüber den gestiegenen Herausforderungen an den Kapitalmärkten.

weitere News