CS-Chef Tidjane Thiam holt neuen Stabschef von McKinsey

Credit Suisse am Zürcher Paradeplatz

Credit Suisse am Zürcher Paradeplatz

Ein langjähriger Berater des Strategie-Unternehmens McKinsey & Company ist dieser Tage zum Stabschef von Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam ernannt worden, wie Recherchen von finews.ch ergaben.

Jurg Kappeli 160Jürg Käppeli (Bild links) ist seit Mitte März neuer Stabschef von Tidjane Thiam, dem CEO der Credit Suisse (CS), wie Recherchen von finews.ch ergaben. Diese Rolle war seit Oktober 2015 vakant, nachdem der damalige Stelleninhaber und Weggefährte Thiams, der Franzose Pierre-Olivier Bouée, zum Chief Operating Officer (COO) ernannt worden war. Ein Sprecher bestätigte auf Anfrage von finews.ch diese Informationen.

Als Stabschef unterstützt Käppeli den CEO und die gesamte Konzernleitung im Tagesgeschäft. Er war zuletzt Principal bei dem globalen Strategieberater McKinsey & Company tätig und hat dort vor allem Banken und Versicherungen bei ihrer Strategie-Entwicklung sowie im Risikomanagement in ganz Europa unterstützt.

Digitale Plattform für US-Privatbank aufgebaut

In den vergangenen Jahren spezialisierte sich Käppeli auf Projekte in den Bereichen Corporate und Investmentbanking sowie auf Themen im Rückversicherungsbereich, namentlich in Grossbritannien und auch in den USA, wo er für eine Privatbank beim Aufbau einer digitalen Plattform beratende tätig war. 

Wie weitere Recherchen von finews.ch ergaben, hat Käppeli in den letzten Jahren auch verschiedene Projekte innerhalb der CS geleitet, unter anderem auch den Aufbau der neuen Organisation, die Konzernchef Thiam am Strategie-Tag im Oktober 2015 vorstellte.

McKinsey hat Tradition

Bevor er 2007 zu McKinsey stiess, arbeitete Käppeli als Research Fellow für das Max Planck Institute im deutschen Potsdam sowie an der Humboldt Universität in Berlin. Sein Doktorat (PhD) erlangte er gemäss LinkedIn-Eintrag in Philosophie an der Universität von Utrecht in Holland.

Die Credit Suisse blickt auf eine lange Tradition von Beratern zurück, die von McKinsey – nach verschiedenen Beratungsaufträgen – ganz zur Bank stiessen. Dazu gehören allen voran der frühere CEO Lukas Mühlemann oder Thomas Wellauer sowie Ulrich Körner, der heute bei der UBS das Asset Management verantwortet. Aber auch der kürzlich von Bord gegangene Christoph Brunner hat beispielsweise eine McKinsey-Vergangenheit.

Auch der Chef

In seinem neuen Umfeld ist Käppeli auch an oberster Stelle von ehemaligen McKinseyanern umgeben: Sowohl Konzernchef Thiam als auch COO Bouée sind ehemalige Berater des amerikanischen Strategie-Unternehmens.

 

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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