Apple Pay steht in der Schweiz in den Startlöchern

Apple Pay

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Jetzt geht der Kampf um die Vorherrschaft bei den mobilen Bezahllösungen in der Schweiz erst richtig los: Apple Pay ist auch hierzulande registriert, wie Recherchen von finews.ch ergeben haben.

Das Duell zwischen Paymit und Twint um die Schweizer Vorherrschaft bei mobilen Bezahllösungen geht in die dritte Dimension – denn nun mischt sich der grosse gefürchtete Konzern aus dem kalifornischen Silicon Valley ein: Apple. Die Marke Apple Pay ist in der Schweiz seit Ende Februar registriert und aktiv.

Ein Hinweis ging auch von einem Tweet des Fintech-Unternehmers Marc P. Bernegger aus.

Im Register des Eidgenössischen Instituts für geistiges Eigentum, wo Marken und Patente angemeldet werden, ist der neue Apple-Eintrag gut versteckt. Die Firma hat nur das Markenlogo von Apple Pay nun aktiviert – ein juristischer Kniff, um die Konkurrenz nicht aufzuwecken.

Apple Pay

Was hat Apple nun vor? Als geplante Dienstleistung in der Schweiz gibt der Konzern aus Cupertino folgende Informationen preis:

«Finanzwesen; Finanztransaktionen; Dienstleistungen in Bezug auf die online-Bezahlung von Rechnungen; Bereitstellen von sicheren Handelstransaktionen; Abwicklung von Zahlungen mit Debit- und Kreditkarten; elektronische Zahlungsdienste.»

Komplette Finanzplattform

Damit ist das Spielfeld weit offen: Apple Pay zielt auf ein deutlich bereiteres Dienstleistungsangebot als es Paymit und Twint zur Zeit tun, die sich auf Bezahllösungen an der Kasse und Geld-Transfers beschränken. Apple scheint auch auf weitere Bankdienstleistungen abzuzielen. Apple Pay ist das Fundament für eine komplette Finanz-Plattform.

Hinweise auf die Strategie mit Apple Pay liefern Einblicke in die verschiedenen Patente, die der Konzern in den USA registriert hat. Eines davon beschreibt den Abruf von Kontoinformationen, um gezielte Werbung auf Mobilgeräten schalten zu können. Somit scheint Apple auch ins Personal Finance Management einsteigen zu wollen – und möglicherweise auch ins Geschäft mit dem Verkauf von Finanzprodukten.

Schlechte Nachricht

Die wirklich schlechte Nachricht für Twint und Paymit ist aber, dass mit Apple Pay auch sogenannte Peer-to-Peer-Zahlungen möglich sein sollen. Denn auch für Geld-Transfers hat das Unternehmen ein Patent eingereicht.

Apple Pay ist die mobile Bezahllösung, die bislang bei den Nutzern wirklich Erfolg hat. Das Einstiegsangebot, das Bezahlen an der Kasse, setzte sich in den USA im letzten Jahr gegenüber anderen mobilen Angeboten durch – auch wenn sich noch zahlreiche Handelsketten wegen Datensicherheitsbedenken abwartend verhielten.

Vorteil Apple

Entscheidend für den Erfolg ist auch der Marktanteil von Apple-Smartphones im jeweiligen Land. Hier hat Apple einen entscheidenden Vorteil: Denn von allen Smartphones in der Schweiz sind über 50 Prozent iPhones.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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