UBS: Weiterer Stellenabbau in der Investmentbank

UBS, London

Die Zahl ist präzise: 6 Prozent der Stellen in der europäischen Investmentbank der UBS sollen in den kommenden Wochen gestrichen werden, wie die Nachrichtenagentur «Reuters» am Mittwoch berichtete. Sie beruft sich dabei auf zwei Quellen. Die UBS kommentierte die Meldung nicht.

Damit würden rund 300 Front- und Back-office-Mitarbeiter im Investmentbanking ihren Job verlieren – wohl hauptsächlich in London. Dort beschäftigt die UBS derzeit rund 5'400 Investmentbanker, weltweit sind es rund 11'800.

Keine Ruhe in der geschrumpften Einheit

Seit der Finanzkrise hat die UBS weit über 10'000 Stellen in ihrer Investmentbank gestrichen und die Einheit strategisch umpositioniert, so dass sie heute in grossen Teilen Zulieferdienste für das Wealth Management ausführt.

Doch die Volatilität in diesem Geschäft bleibt – und vor allem auch der anhaltende Regulierungs- und daraus entstehende Kostendruck. Um die Profitabilitätsziele zu erreichen, hatte die UBS im Februar die Löhne ihrer Investmentbanker eingefroren. «Investmentbankern droht Nullrunde» hatte finews.ch berichtet.

Nun droht ihnen auch der Jobverlust.

Regulierungs- und Kostenunsicherheiten

Denn der Lohnerhöhungsstopp scheint in diesen tumultösen Märkten, die grosse Zurückhaltung bei den Kunden auslösen, nicht zu genügen. UBS-Chef Sergio Ermotti hat an diesem Mittwoch davor gewarnt, dass die schwierigen Marktbedingungen anhalten.

Auch weitere Kostensparmassnahmen hat Ermotti angedeutet. Gewisse Regulierungsbestrebungen seien unklar in Bezug auf ihren Ausgang. Darum bestünden Risiken, dass zurzeit anfallende Kosten auch weiterhin bestehen blieben, sagte er in London.

Finanzziele erreichen

Dies bedeute, «dass wir Veränderungen in Betracht ziehen, um unsere Ziele zu erreichen. Der Fokus auf Kosteneinsparungen ist relativ zu unseren kommunizierten Finanzzielen gestiegen.»

Es scheint, als ob der geplante Stellenabbau bei der UBS bereits Teil dieser verschärften Sparanstrengungen sind.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

 

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Deutscher Telefonkonzern wird zur Bank
  • Fünf Tipps zur (Früh-)Pensionierung
  • David Bowies Kunstsammlung unter dem Hammer
  • Digitalisierung: Diese Fragen müssen die Banken heute beantworten
  • Ist Italien auf dem Weg zum «failed state»?
  • Was von der Trump-Show übrig bleibt
  • Blackrock: Wem gehört der stille Riese?
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram

Zürcher Bankenverband

Führende Vertreter der Schweizer Finanzbranche zum Thema Regulierung.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

SELECTION

Selection

Warum Warren Buffett Gold hasst

Der Ausnahme-Investor liest den Goldanlegern die Leviten.

Selection

Selection

Das sind die teuersten Sportwagen

Ferraris, Lamborghinis oder Porsches erregen kaum mehr Aufmerksamkeit, ausser es handelt sich um ein seltenes Modell.

Selection

NEWS GANZ KURZ

VP Bank

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat das «A–»-Rating für die VP Bank bestätigt und erhöht den Ausblick von «Negative» auf «Stable». Damit würden die operativen Fortschritte der VP Bank und die Bewirtschaftung der Risiken sowie die starke Kapitalausstattung und die erfolgreiche Integration der Centrum Bank berücksichtigt, hiess es.

Clientis Bank im Thal

Die Regionalbank hat den Halbjahresgewinn im Vergleich zum Vorjahr deutlich um über 30 Prozent auf 385'000 Franken gesteigert. Dazu beigetragen hat das gute Zinsengeschäft mit einem Plus von 11,4 Prozent auf 2,1 Millionen Franken.

Crealogix

Das Bankenberatungszentrum St. Gallen und Crealogix haben eine Partnerschaft für die betriebliche Aus- und Weiterbildung im Finanzbereich beschlossen: Mit der Lösung «I know! Banking» bieten die beiden Unternehmen eine Cloud-Lösung mit digitalen Lerninhalten zu den wichtigsten Themen im Banking an.

Compagnie Financière Tradition

Das Lausanner Brokerhaus hat im ersten Semester 2016 einen stabilen Ertrag von 425 Millionen Franken erzielt. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies allerdings einem Rückgang um 1,6 Prozent.

Urner Kantonalbank

Das Finanzinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 trotz besserem Geschäftsgang weniger Gewinn gemacht. Dieser sank um 7,5 Prozent auf 8,5 Millionen Franken. In der Vorjahresperiode hatte die Bank ausserordentlich vom Verkauf ihrer Swisscanto-Beteiligung profitiert. Im Zinsengeschäft gab es ein Plus von 13,8 Prozent auf knapp 17 Millionen Franken. Per Ende Jahr erwartet das Management ein Ergebnis über Vorjahr.

UBS

Die Grossbank UBS ist noch vor dem IT-Riesen Google der beliebteste Arbeitgeber für Schweizer Hochschul-Absolventen, wie das Beratungsunternehmen Trendence berichtete. Die Banken bleiben die beliebteste Branche der Wirtschafts-Wissenschaftler: Neben der UBS befinden sich die Credit Suisse, die Schweizerische Nationalbank und Julius Bär unter den Top 20 der gesuchtesten Arbeitsadressen.

Schwyzer Kantonalbank

Im ersten Halbjahr sank der Gewinn des Innerschweizer Finanzinstituts um 3,4 Prozent auf knapp 33 Millionen Franken. Unter anderem belasteten höhere Wert-Berichtigungen auf Beteiligungen das erste Halbjahr. Dank einer substanziellen Volumenzunahme kam das Zinsengeschäft mit einem Brutto-Erfolg von gut 91 Millionen Franken in etwas auf Vorjahres-Niveau zu liegen. Für das 2016 rechnet die Bank mit einem Jahresergebnis leicht unter Vorjahr.

Bank Coop

Die Bank Coop hat im ersten Halbjahr 2016 einen leichten Gewinnrückgang auf 22,7 Millionen Franken erlitten. Die Bank erklärt dies mit höheren Investitionen für verschiedene digitale Projekte, Umbauten sowie einer höheren Zuweisung an die Reserven für Bankrisiken. Im Zinsengeschäft konnte Bank Coop leicht zulegen, warnt jedoch vor dem anhaltenden Margendruck.

Fonds

Die «Brexit»-Turbulenzen haben auch bei den in der Schweiz gehandelten Fonds Spuren hinterlassen. Laut dem Schweizerischen Fondsverband Sfama verminderten sich die verwalteten Vermögen um 17 Milliarden Franken. Die Netto-Mittelabflüsse betrugen knapp 2,3 Milliarden Franken.

weitere News