UBS: Tiefer Lohngraben durch die Belegschaft

Bild: Shutterstock

Wer bei der UBS arbeitet, muss nicht darben. Das gilt sowohl für das «Fussvolk» als auch für die «Lohnbarone» – im Jargon «Risk Takers» genannt.

Von letzteren arbeiteten im vergangenen Jahr 669 (inklusive den zehn Konzernleitungsmitgliedern) bei der UBS, wie aus dem am Freitag publizierten Vergütungsbericht hervorgeht (siehe Grafik). Im Vorjahr waren es 625 gewesen.

RiskTakers 500

Diesem Grüppchen leistete die Schweizer Grossbank 2015 eine Gesamtvergütung von gut 1'5 Milliarden Franken (inklusive der Gesamtvergütung aller Konzernleitungs-Mitglieder) – das macht 2,25 Millionen Franken pro Kopf.

Lohngraben hat sich verschärft

Die übrigen 59'430 Angestellten erhielten demnach rund 14 Milliarden Franken. Ins Verhältnis gebracht: 1,1 Prozent der Belegschaft erhält fast 10 Prozent der Gesamtvergütung im Konzern.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Verhältnis gar noch verschärft. So bezogen die Risk Takers 2014 rund eine Viertelmillion Franken weniger.

Das Durchschnittsgehalt der rund 61'000 Mitarbeitenden liegt bei knapp 260'000 Franken, wie finews.ch unlängst errechnete.

Risk Takers umfassen jene Mitarbeiter weltweit, die auf Grund ihrer Rolle einen erheblichen Einfluss auf den Einsatz beziehungsweise die Kontrolle eines grossen Teils der Ressourcen des Unternehmens oder auf dessen Risikoprofil ausüben.

Malus möglich

Zu dieser Gruppe gehören auch Mitarbeiter mit einer Gesamtvergütung von über 2,5 Millionen Franken beziehungsweise Dollar, sofern sie während des Geschäftsjahres nicht bereits als Risk Takers eingestuft wurden, wie aus dem Vergütungsbericht weiter hervorgeht.

Es ist erforderlich, dass alle Hochverdienenden mindestens die Hälfte ihrer leistungsabhängigen Zuteilung als aufgeschobene Vergütung beziehen. Und diese kann, so die UBS, in Teilen oder als Ganzes verfallen, wenn beispielsweise ein Mitarbeiter bestimmte nachteilige Handlungen vollzieht oder das Arbeitsverhältnis aufgelöst wird.

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NEWS GANZ KURZ

Compagnie Financière Tradition

Das Lausanner Brokerhaus hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2016 einen leicht tieferen Umsatz (-0,3 Prozent) auf gut 425 Millionen Franken realisiert. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies einem Rückgang um 1,6 Prozent.

Urner Kantonalbank

Das Finanzinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 trotz besserem Geschäftsgang weniger Gewinn gemacht. Dieser sank um 7,5 Prozent auf 8,5 Millionen Franken. In der Vorjahresperiode hatte die Bank ausserordentlich vom Verkauf ihrer Swisscanto-Beteiligung profitiert. Im Zinsengeschäft gab es ein Plus von 13,8 Prozent auf knapp 17 Millionen Franken. Per Ende Jahr erwartet das Management ein Ergebnis über Vorjahr.

UBS

Die Grossbank UBS ist noch vor dem IT-Riesen Google der beliebteste Arbeitgeber für Schweizer Hochschul-Absolventen, wie das Beratungsunternehmen Trendence berichtete. Die Banken bleiben die beliebteste Branche der Wirtschafts-Wissenschaftler: Neben der UBS befinden sich die Credit Suisse, die Schweizerische Nationalbank und Julius Bär unter den Top 20 der gesuchtesten Arbeitsadressen.

Schwyzer Kantonalbank

Im ersten Halbjahr sank der Gewinn des Innerschweizer Finanzinstituts um 3,4 Prozent auf knapp 33 Millionen Franken. Unter anderem belasteten höhere Wert-Berichtigungen auf Beteiligungen das erste Halbjahr. Dank einer substanziellen Volumenzunahme kam das Zinsengeschäft mit einem Brutto-Erfolg von gut 91 Millionen Franken in etwas auf Vorjahres-Niveau zu liegen. Für das 2016 rechnet die Bank mit einem Jahresergebnis leicht unter Vorjahr.

Bank Coop

Die Bank Coop hat im ersten Halbjahr 2016 einen leichten Gewinnrückgang auf 22,7 Millionen Franken erlitten. Die Bank erklärt dies mit höheren Investitionen für verschiedene digitale Projekte, Umbauten sowie einer höheren Zuweisung an die Reserven für Bankrisiken. Im Zinsengeschäft konnte Bank Coop leicht zulegen, warnt jedoch vor dem anhaltenden Margendruck.

Fonds

Die «Brexit»-Turbulenzen haben auch bei den in der Schweiz gehandelten Fonds Spuren hinterlassen. Laut dem Schweizerischen Fondsverband Sfama verminderten sich die verwalteten Vermögen um 17 Milliarden Franken. Die Netto-Mittelabflüsse betrugen knapp 2,3 Milliarden Franken.

Freiburger KB

Das Staatsinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 einen Gewinn-Rückgang um 5,3 Prozent auf 68,5 Millionen Franken verzeichnet. Die Bank leidet unter dem Negativzins-Umfeld. Im Hauptgeschäft der Bank, dem Zinsengeschäft, resultierte denn auch ein um 2,6 Prozent gesunkener Nettoerfolg auf gut 107 Millionen Franken. Für das Gesamtjahr bleibt die Kantonalbank dennoch zuversichtlich.

Pimco

Der weltgrösste Anleihenmanager hat Emmanuel «Manny» Roman per Ende August zum neuen CEO ernannt. Roman ist derzeit CEO beim britischen Hedgefonds Man Group. Er tritt an die Stelle von Douglas Hodge, der als Managing Director und Senior Adviser bei Pimco bleibt. Bei Man Group kommt neu Luke Ellis an die Spitze.

Obwaldner Kantonalbank

Das Innerschweizer Staatsinstitut erzielte im ersten Halbjahr einen Reingewinn von 6,9 Millionen Franken, gleich viel wie im Jahr zuvor. Trotz besserem Geschäftsgang fehlte heuer der Ertrag aus dem Verkauf der Swisscanto-Beteiligung, der letztes Jahr den Gewinnausweis verschönt hatte.

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