Boris Collardis Lohn: Mal so und mal so

Boris Collardi, CEO Julius Bär

Boris Collardi, CEO Julius Bär

Gemäss der Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften (VegüV, «Minder-Initiative») verdiente Julius-Bär-CEO Boris Collardi im vergangenen Jahr 6,16 Millionen Franken gegenüber 5,73 Millionen Franken 2014.

Dabei handelt es sich um die aktuell geltende Richtlinie, bei der die aufgeschobenen aktienbasierten Zuteilungen als Vergütung im Jahr der Zuteilung ausgewiesen werden müssen, wie dem am Montag publizierten Geschäfts- und Vergütungsbericht 2015 von Julius Bär zu entnehmen ist.

Mehr Geborgtes

Legt man dem Lohn jedoch die vormaligen Transparenzrichtlinien des Obligationenrechts zugrunde, so verdiente Collardi im vergangenen Jahr deutlich weniger als noch 2014. Waren es 2015 rund 5,96 Millionen Franken, so betrug sein Lohn 2014 noch 6,41 Millionen Franken.

Eindeutig erhöht haben sich die Darlehen der Bank an ihren CEO. Diese stiegen im Berichtszeitraum von 4,52 Millionen Franken auf nunmehr 12,2 Millionen Franken, wie dem Bericht weiter zu entnehmen ist.

Weniger investiert

Reduziert hat sich dagegen die Zahl der Aktien, die Collardi im vergangenen Jahr hielt: Waren es Ende 2014 noch 224'200 Titel gewesen, so reduzierte sich der Bestand per Ende 2015 auf 205'882 Aktien.

An die gesamte Geschäftsleitung entrichtete das Unternehmen 2015 (gemäss VegüV) insgesamt 17,85 Millionen Franken, nach 17,37 Millionen Franken im Vorjahr.

Rückläufige Vergütungen im Aufsichtsgremium

Im Verwaltungsrat verdiente dessen Präsident, Daniel J. Sauter, 2015 insgesamt 1,05 Millionen Franken, nach 1,10 ein Jahr zuvor. Die Entlöhnung der übrigen Mitglieder variiert zwischen 174'000 Franken und 278'000 Franken, wobei der Verdienst bei allen Personen rückläufig war.

Deutlich erhöht hat sich der Bestand an Aktien, die Präsident Sauter hält. Per Ende 2015 waren es 155'128, nach 107'192 ein Jahr zuvor.

Die Julius-Bär-Aktie schloss am vergangenen Freitag bei 42.18 Franken.

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