J. Safra Sarasin kauft Credit Suisse in Monaco und Gibraltar

Die Credit Suisse trennt sich im Zuge ihrer neuen Strategie von einzelnen Private-Banking-Einheiten in Europa. Als Käuferin tritt die brasilianisch-schweizerische Bank J. Safra Sarasin auf den Plan.

Die J. Safra Sarasin Gruppe will die Credit Suisse (Monaco) sowie die Credit Suisse (Gibraltar) übernehmen, wie einer Mitteilung vom Dienstag zu entnehmen ist. Dem Vernehmen nach sind beides «hoch angesehene Private-Banking-Einheiten» in ihren jeweiligen Märkten.

Die Credit Suisse (Monaco) ist seit mehr als 40 Jahren in Monaco präsent. Sie blickt auf eine lange Tradition zurück und geniesst laut eigenen Angaben einen hervorragenden Ruf. Sie verfügt über eine «einzigartige Kundenbasis» und wird laut J. Safra Sarasin gut positioniert sein, um «vom wachsenden Private-Banking-Markt» zu profitieren. Die neue Einheit wird zu den grössten Banken in Monaco gehören.

Neupositionierung der Credit Suisse

In Gibraltar ist die Credit Suisse bereits seit 1987 vertreten und hat sich in der Region gemäss eigenen Angaben zu einer der führenden Privatbanken entwickelt. Mit einer diversifizierten und stabilen Kundenbasis gilt sie seit Langem als Best-in-Class-Bank, die sowohl privaten als auch institutionellen Kunden Lösungen in der Vermögensverwaltung anbietet.

Zum Übernahmepreis machten die beiden Banken keine Angaben. Der Verkauf der beiden Einheiten erfolgt für die CS vor dem Hintergrund ihrer Neupositionierung und Konzentration auf die europäischen Zentren Zürich, London und Luxemburg, wie eine Sprecherin gegenüber finews.ch präzisierte. Zudem dürften die steigenden regulatorischen Kosten ein weiterer Grund gewesen sein, dass sich die Schweizer Grossbanken von einzelnen Gesellschaften trennt. 

Die J. Safra Sarasin Gruppe ist in Gibraltar seit 2001 und in Monaco seit 2006 tätig. Beide Übernahmen sollen, die Zustimmung der Regulierungsbehörden vorausgesetzt, noch in diesem Jahr zum Abschluss kommen.

Per Ende Dezember 2015 betreute J. Safra Sarasin Kundenvermögen von 144 Milliarden Franken und beschäftigte annähernd 2'000 Personen.

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NEWS GANZ KURZ

Compagnie Financière Tradition

Das Lausanner Brokerhaus hat im ersten Semester 2016 einen stabilen Ertrag von 425 Millionen Franken erzielt. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies allerdings einem Rückgang um 1,6 Prozent.

Urner Kantonalbank

Das Finanzinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 trotz besserem Geschäftsgang weniger Gewinn gemacht. Dieser sank um 7,5 Prozent auf 8,5 Millionen Franken. In der Vorjahresperiode hatte die Bank ausserordentlich vom Verkauf ihrer Swisscanto-Beteiligung profitiert. Im Zinsengeschäft gab es ein Plus von 13,8 Prozent auf knapp 17 Millionen Franken. Per Ende Jahr erwartet das Management ein Ergebnis über Vorjahr.

UBS

Die Grossbank UBS ist noch vor dem IT-Riesen Google der beliebteste Arbeitgeber für Schweizer Hochschul-Absolventen, wie das Beratungsunternehmen Trendence berichtete. Die Banken bleiben die beliebteste Branche der Wirtschafts-Wissenschaftler: Neben der UBS befinden sich die Credit Suisse, die Schweizerische Nationalbank und Julius Bär unter den Top 20 der gesuchtesten Arbeitsadressen.

Schwyzer Kantonalbank

Im ersten Halbjahr sank der Gewinn des Innerschweizer Finanzinstituts um 3,4 Prozent auf knapp 33 Millionen Franken. Unter anderem belasteten höhere Wert-Berichtigungen auf Beteiligungen das erste Halbjahr. Dank einer substanziellen Volumenzunahme kam das Zinsengeschäft mit einem Brutto-Erfolg von gut 91 Millionen Franken in etwas auf Vorjahres-Niveau zu liegen. Für das 2016 rechnet die Bank mit einem Jahresergebnis leicht unter Vorjahr.

Bank Coop

Die Bank Coop hat im ersten Halbjahr 2016 einen leichten Gewinnrückgang auf 22,7 Millionen Franken erlitten. Die Bank erklärt dies mit höheren Investitionen für verschiedene digitale Projekte, Umbauten sowie einer höheren Zuweisung an die Reserven für Bankrisiken. Im Zinsengeschäft konnte Bank Coop leicht zulegen, warnt jedoch vor dem anhaltenden Margendruck.

Fonds

Die «Brexit»-Turbulenzen haben auch bei den in der Schweiz gehandelten Fonds Spuren hinterlassen. Laut dem Schweizerischen Fondsverband Sfama verminderten sich die verwalteten Vermögen um 17 Milliarden Franken. Die Netto-Mittelabflüsse betrugen knapp 2,3 Milliarden Franken.

Freiburger KB

Das Staatsinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 einen Gewinn-Rückgang um 5,3 Prozent auf 68,5 Millionen Franken verzeichnet. Die Bank leidet unter dem Negativzins-Umfeld. Im Hauptgeschäft der Bank, dem Zinsengeschäft, resultierte denn auch ein um 2,6 Prozent gesunkener Nettoerfolg auf gut 107 Millionen Franken. Für das Gesamtjahr bleibt die Kantonalbank dennoch zuversichtlich.

Pimco

Der weltgrösste Anleihenmanager hat Emmanuel «Manny» Roman per Ende August zum neuen CEO ernannt. Roman ist derzeit CEO beim britischen Hedgefonds Man Group. Er tritt an die Stelle von Douglas Hodge, der als Managing Director und Senior Adviser bei Pimco bleibt. Bei Man Group kommt neu Luke Ellis an die Spitze.

Obwaldner Kantonalbank

Das Innerschweizer Staatsinstitut erzielte im ersten Halbjahr einen Reingewinn von 6,9 Millionen Franken, gleich viel wie im Jahr zuvor. Trotz besserem Geschäftsgang fehlte heuer der Ertrag aus dem Verkauf der Swisscanto-Beteiligung, der letztes Jahr den Gewinnausweis verschönt hatte.

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