Den aktiven Fondsmanagern gehen die Argumente aus

(Bild: Shutterstock)

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Der Grundtenor einer aktuellen Studie des amerikanischen Indexanbieters S&P Dow Jones Indices ist zwar nicht neu. Die Deutlichkeit der Resultate überrascht aber dennoch.

Demnach gelang es über die vergangenen fünf und zehn Jahre kaum einem Fondsmanager in Europa, seine Benchmark zu übertreffen, wenn er in weltweite Aktien, in Schwellenländer-Aktien oder in US-Aktien investierte, wie die «Financial Times» (Artikel bezahlpflichtig) aus der Studie zitiert.

Noch schlimmer auf Länderebene

So haben 95 Prozent der in der Schweiz verkauften aktiven Fonds ihre Benchmark in den letzten fünf Jahren nicht schlagen können (siehe Grafik). In den Niederlanden hat es sogar kein einziger Fonds geschafft.

FT 1 500

Im Schnitt verfehlten 80 Prozent aller 25'000 von S&P Dow Jones Indices untersuchten aktiven Fonds über den Zeitraum von fünf Jahren nach Abzug von Gebühren ihren Referenzindex. Über einen Beobachtungszeitraum von zehn Jahren lagen gar 86 Prozent der Fonds darunter.

Nur eine Handvoll wird überleben 

Damit bestätigt die Studie, was die Wissenschaft schon lange predigt: Aktive Fondsmanager, die tagein tagaus Fundamentaldaten wälzen und Firmen abklappern, sind ihr Geld kaum wert und gehören demnach einer aussterbenden Gattung an. Einzig eine Handvoll Starfonds-Manager wird sich langfristig gegen den Trend des passiven Investierens behaupten können.

Zwar ist das Volumen jener Anlagegelder, die in passive Anlageinstrumente – Exchange Traded Funds (ETF) – investiert sind, im Vergleich zu aktiv verwalteten Fonds noch immer gering. Doch haben spätestens seit der Finanzkrise 2008 vor allem die aktiven Fonds mit Nettoabflüssen zu kämpfen, während das Volumen der passiven Fonds laufend zunimmt.

Banken ersetzen Menschen durch Roboter

Dass passives Investieren in vielen Belangen dem aktiven Stockpicking-Ansatz langfristig überlegen sein könnte – nicht zuletzt, weil es naturgemäss günstiger ist als aktive Anlagestrategien – haben mittlerweile auch die Banken registriert. Vermehrt bieten sie Produkte an, die auf einem passiven Anlageansatz basieren.

So lancierte kürzlich die Bank Linth über ihre Muttergesellschaft, die Liechtensteinische Landesbank (LLB) einen Roboadvisor, wie finews.ch berichtete. Und dem weiteren Vernehmen nach stehen auch Grossbanken wie die UBS davor, einen Roboadvisor zu lancieren. Seit längerem einen Roboter als Anlageberater im Einsatz haben hierzulande die Banken Swissquote, VZ Vermögenszentrum oder die Glarner Kantonalbank.

Der Trend nimmt Fahrt auf

Auch Finanzgiganten wie Blackrock haben den Weg in Richtung Robo-Beratung bereits beschritten. Und vermehrt bieten Institute auch «Zwitterlösungen» an. Bei Vanguard zum Beispiel gibt es zwar eine persönliche Beratung, der Computer bewirtschaftet aber das Portfolio. Und seit fast zwei Jahren bietet Fidelity, Produkte vom amerikanischen Roboavise-Pionier Betterment an. 

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Gottex

Der Hedgefonds-Anbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Offenbar verzögern sich die Verhandlungen um eine zweite Finanzierungsrunde.

UBS

Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt.

Avaloq

Der Bankensoftware-Entwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

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