Credit Suisse muss noch radikaler sparen

Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich

Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich

Die Ankündigung kommt überraschend und nur einen Tag vor der Bekanntgabe des Lohnberichts der Credit Suisse (CS). Die Schweizer Grossbank muss nach den Worten ihres Konzernchefs Tidjane Thiam noch mehr sparen. Konkret sind die Fixkosten noch immer zu hoch und der Handel in Amerika und Europa überdimensioniert, wie einer Mitteilung der Credit Suisse vom Mittwoch zu entnehmen ist.

Vor diesem Hintergrund erhöht die CS erhöht ihr Einsparungsziel von 3,5 Milliarden Franken auf 4,3 Milliarden Franken bis 2018. Allein im laufenden Jahr will die Bank rund 1,7 Milliarden Franken einsparen.

Radikaler Abbau

Geschehen soll dies durch die Reduktion weiterer Geschäftsfelder, namentlich bei den risikogewichteten Aktiva im Kapitalmarkt-Geschäft, das künftig noch verstärkt gebühren- und kundenorientiert gestaltet werden soll, wie CEO Thiam am Mittwoch weiter ausführte. Hiess es noch im vergangenen Herbst, die risikogewichteten Aktiva würden um 60 Milliarden Dollar verringert, so sollen es künftig 83 bis 85 Milliarden Dollar sein.

Ausserdem, so betont Thiam weiter, sollen verschiedene Aktivitäten im Investmentbanking nun definitiv näher an das Wealth Management (Vermögensverwaltung) herangerückt werden. Damit nähert sich die CS mit ihrem Geschäftsmodell weiter demjenigen der Konkurrentin UBS. 

Beschleunigter Stellenabbau

Vor dem Hintergrund der Einsparungen soll auch der Stellenabbau beschleunigt werden, wie es weiter heisst. Von den insgesamt 6'000 Jobs, die verschwinden sollen, wurden bis zum heutigen Tag bereits 2'800 eliminiert, wie die CS am Mittwoch weiter erklärte. Dabei sei jede Division verpflichtet, zu den Kostensenkungen beizutragen, so Thiam. Bisher war von 4'000 Jobkürzungen die Rede; ab sofort sollen es insgesamt 6'000 sein.

Trotz volatiler Börse hat sich im laufenden Jahr das Wealth Management erfreulich entwickelt. Sowohl Asien als auch die Schweiz und die übrigen internationalen Märkte verzeichneten einen positiven Neugeld-Zufluss. Die Vorarbeiten für den Börsengang der Schweizer Bank, der 2017 geplant ist, würden auf Kurs verlaufen, teilte die CS am Mittwoch weiter mit.

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