In den CS-Fussstapfen des Vaters

Alexander Gut

Alexander Gut

Alexander Gut, der am 29. April 2016 in den Verwaltungsrat der Credit Suisse (CS) gewählt werden soll, ist der Sohn von Rainer E. Gut, seines Zeichens Ehrenpräsident der Credit Suisse. Ein Sprecher der Bank bestätigte diese Information gegenüber finews.ch. Eine ausführliche Stellungnahme folgt noch.

Alexander Gut ist Wirtschaftsprüfer und hat Betriebswirtschafts-Lehre an der Universität Zürich studiert und mit dem Doktortitel abgeschlossen. Von 1991 bis 2007 war er für die KPMG Zürich und London sowie bei Ernst & Young Zürich als Bankrevisor und Transaktionsberater für die Finanzdienstleistungsbranche tätig.

Seit 2007 ist er Managing Partner der Gut Corporate Finance, eines unabhängigen Beratungsunternehmens im Bereich Corporate Finance. Gut ist bereits als nicht-exekutives Mitglied des Verwaltungsrats und Ausschussvorsitzender des Personalvermittler Adecco und des Zementherstellers LafargeHolcim sowie als nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrats der SIHAG, Schweizer Industrie Holding tätig.

Prägende Gestalt

Rainer E. Gut 500

Der 83-jährige Rainer E. Gut ist eine der prägendsten Gestalten nicht nur in der Geschichte der Schweizerischen Kreditanstalt (SKA) respektive der späteren CS des 20. Jahrhunderts, sondern auch der Schweizer Wirtschaftshistorie. Seine Karriere im Bankwesen erlebte einen ersten Höhenflug bei der einstigen Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG, später UBS), die er aber in den 1960er-Jahren verliess, weil die erhoffte Beförderungen ausblieb.

Nach einem Abstecher zur Investmentbank Lazard Frères in New York stiess er 1971 als Präsident und CEO der Swiss American Corporation in New York, einer US-Beteiligungsgesellschaft der damaligen SKA im Investmentbanking-Bereich. Ab 1973 war er Mitglied der Geschäftsleitung und ab 1977 wirkte er als Sprecher der SKA, deren Präsident er 1982 wurde.

Wegbereiter des Neuanfangs nach Chiasso-Skandal

Einen Namen machte er sich vor allem im Nachgang zum Chiasso-Skandal der SKA im Jahr 1977, bei dem er massgeblich dazu beitrug, die Bank aus den Negativschlagzeilen herauszubringen und für einen Neuanfang zu sorgen. Ausgestattet mit diesem Leistungsausweis etablierte er die SKA/CS zur zweitgrössten, zeitweilig auch grössten Bank der Schweiz.

Ab 1983 stieg er ins Aufsichtsgremium der CS auf und übernahm 1986 den Vorsitz. Seit 2000 ist er Ehrenpräsident der Bank. Darüber hinaus wirkte Gut auch als Präsident des Verwaltungsrats des Nahrungsmittel-Konzerns Nestlé. Er hatte mehrere Verwaltungsratsmandate bei internationalen Unternehmen inne, unter anderem bei Alusuisse, Bayer, Swiss Re, Swissair, Daimler Chrysler Schweiz, Ciba Geigy/Novartis und Elektrowatt.

Gut zählte vor diesem Hintergrund eine ganze Weile als einer der einflussreichsten Manager in der Schweizer Wirtschaft. Er ist seit 1957 mit Josephine Lorenz verheiratet, hat vier Kinder und wohnt seit 1973 in der Zürcher Gemeinde Bassersdorf.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

 

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • 1MDB: Die ganze Geschichte
  • Der Jumbo-Jet steht vor dem Aus
  • Garagengold oder Groschengrab?
  • Grossbritannien im Goldrausch
  • Das fiese Fonds-Spiel
  • Das Land, in dem Banker nur 6'200 Dollar verdienen dürfen
  • Warum die Deutsche Bank Autisten fördern will
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram

Zürcher Bankenverband

Führende Vertreter der Schweizer Finanzbranche zum Thema Regulierung.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

SELECTION

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Ehrgeizige Banker haben die Qual der Wahl bei der Weiterbildung.

Selection

Selection

Das sind die grössten Family Offices

Ein Ranking zeigt, wem superreiche Familien ihr Geld anvertrauen.

Selection

NEWS GANZ KURZ

SNB

Nach einem verlustreichen Vorjahressemester wegen der Aufgabe des Euro-Mindestkurses erzielte die Schweizerische Nationalbank (SNB) im Halbjahr 2016 einen Gewinn von 21,3 Milliarden Franken. Die Zentralbank profitiert dabei vor allem von Wertzuwächsen im Devisen- und Goldportfolio.

Spar- und Leihkasse Bucheggberg

Die Solothurner Regionalbank hat im ersten Semester des laufenden Jahres den Halbjahresgewinn um 1,7 Prozent steigern können. Im wichtigsten Ertragspfeiler, dem Zinsengeschäft, kletterte der Brutto-Erfolg im Vergleich zum Vorjahr dank höheren Volumen um 2,9 Prozent auf 3,7 Millionen Franken.

Banque Profil de Gestion

Die Genfer Privatbank hat im ersten Halbjahr 2016 wiederum einen kleinen Gewinn erzielt: Nach 100'000 Franken im Vorjahr waren es diesmal 30'000 Franken mehr. Operativ gab es ein Plus von 260'000 Franken nach einem Verlust ein Jahr davor. Vor allem das Zins- und das Handelsergebnis legten deutlich zu, derweil das Kommissionsergebnis stagnierte.

Thurgauer Kantonalbank

Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat das US-Steuerprogramm abgeschlossen, ohne eine Zahlung leisten zu müssen. Die TKB war in der Kategorie 3 des Programms. Sie hat nun vom amerikanischen Justizdepartement (DoJ) einen Non-Target Letter erhalten, womit das Programm abgeschlossen ist.

Walliser Kantonalbank

Das Staatsinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 sowohl ein leicht höheres operatives Ergebnis als auch etwas mehr Gewinn verzeichnet. Im wichtigen Zinsen-Geschäft stieg der Bruttoerfolg um 1,8 Prozent auf rund 80 Millionen Franken. Für das Gesamtjahr erwartet die Kantonalbank weiterhin einen Gewinn auf der Höhe des Vorjahres.

VP Bank

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat das «A–»-Rating für die VP Bank bestätigt und erhöht den Ausblick von «Negative» auf «Stable». Damit würden die operativen Fortschritte der VP Bank und die Bewirtschaftung der Risiken sowie die starke Kapitalausstattung und die erfolgreiche Integration der Centrum Bank berücksichtigt, hiess es.

Clientis Bank im Thal

Die Regionalbank hat den Halbjahresgewinn im Vergleich zum Vorjahr deutlich um über 30 Prozent auf 385'000 Franken gesteigert. Dazu beigetragen hat das gute Zinsengeschäft mit einem Plus von 11,4 Prozent auf 2,1 Millionen Franken.

Crealogix

Das Bankenberatungszentrum St. Gallen und Crealogix haben eine Partnerschaft für die betriebliche Aus- und Weiterbildung im Finanzbereich beschlossen: Mit der Lösung «I know! Banking» bieten die beiden Unternehmen eine Cloud-Lösung mit digitalen Lerninhalten zu den wichtigsten Themen im Banking an.

Compagnie Financière Tradition

Das Lausanner Brokerhaus hat im ersten Semester 2016 einen stabilen Ertrag von 425 Millionen Franken erzielt. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies allerdings einem Rückgang um 1,6 Prozent.

weitere News