Investmentbanking: UBS und CS auf der Hinterbank

Wall Street, New York

Ein Ranking der erfolgreichsten Investmentbanken zeigt: UBS und Credit Suisse sind noch unter den besten zehn Häusern. Richtig stark sind sie aber nur noch in Spezialdisziplinen.

Es ist keine Überraschung: Im Investmentbanking machen seit eh und je die US-Finanzinstitute die Musik. Auch 2015: J.P. Morgan hat mit 22,7 Milliarden Dollar an Erlösen den Spitzenplatz belegt, wie aus den «League Tables» des Datenanalyse-Unternehmens Coalition hervorgeht. Dahinter folgen Goldman Sachs sowie Citi und Bank of America, welche sich den dritten Platz teilen.

League Table kl

Den fünften Rang teilen sich Deutsche Bank und Morgan Stanley – erst danach folgt eine Schweizer Grossbank: Die Credit Suisse (CS). Ihr Ranking hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Auch jenes der UBS nicht, welche hinter Barclays auf dem neunten Rang liegt.

Devisen und Verbriefungen

Mit den besten mithalten können sowohl UBS als auch CS nur noch in Teilsegmenten. Die UBS ist die drittstärkste Investmentbank im Devisenhandel, die CS ist drittbeste Bank bei Verbriefungen. Im Beratungsgeschäft liegt die UBS noch hinter der CS – mit den besten US-Banken können sie allerdings beide nicht mithalten.

Nach regionaler Stärke beurteilt, zeigt sich weitgehend dasselbe Bild: Die US-Banken besetzen die besten Plätze in den Americas sowie in Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA). Nur in der Region Asien-Pazifik werden Goldman Sachs, Citi und Co. von einer europäischen Bank auf die Ränge verwiesen: Von der Deutschen Bank.

Gut möglich, dass dieses Ranking von Coalition bereits in einigen Monaten Makulatur sein wird und die CS an Boden verliert. Aber nicht nur sie: Auch Deutsche Bank und Barclays unterziehen ihre Investmentabteilungen einer massiven Schrumpfkur.

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NEWS GANZ KURZ

Gottex

Der Hedgefonds-Anbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Offenbar verzögern sich die Verhandlungen um eine zweite Finanzierungsrunde.

UBS

Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt.

Avaloq

Der Bankensoftware-Entwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

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