Notenstein La Roche will Kundenvermögen verdoppeln

Adrian Künzi, CEO Notenstein La Roche

Adrian Künzi, CEO Notenstein La Roche

Adrian Künzi, Chef der Schweizer Privatbank Notenstein La Roche, hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Er will weitere Banken übernehmen. Vontobel gehört allerdings nicht dazu.

Die Schweizer Finanzbranche stehe vor einer weiteren Konsolidierung, sagte der Chef der Privatbank Notenstein La Roche, Adrian Künzi, im Interview mit dem «SonntagsBlick». Viele kleinere Banken würden rote Zahlen schreiben, sie müssten handeln – also eine andere Bank kaufen oder sich selbst verkaufen.

Künzi selbst will weitere Banken kaufen und zwar als nächste eine, «die bezüglich Kultur und Kundensegment zu uns passt». In «drei bis fünf Jahren» will er dabei die verwalteten Vermögen von heute 22 Milliarden Franken auf 44 Milliarden Franken verdoppeln.

Raiffeisen will eigene Privatbank behalten

Das Anlagegeschäft soll mittelfristig zehn Prozent zum Gruppengewinn beisteuern. Im vergangenen Geschäftsjahr betrug der Gruppengewinn 807,7 Millionen Franken.

Die Raiffeisen-Tochter selbst stehe nicht zum Verkauf. «Wir wären zwar ein attraktives Ziel. Raiffeisen verfolgt aber die klare Strategie, eine eigene Privatbank aufzubauen. Ein Verkauf wäre eine Abkehr davon», betonte Künzi. «Kein Thema» sei eine Fusion mit Vontobel. «Beide Eigentümer haben klar gesagt, sie gingen im Private Banking eigene Wege.»

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NEWS GANZ KURZ

Valartis

Die liechtensteinische Finanzaufsicht und die Börse Hongkong haben den Verkauf ihrer Liechtensteiner Tochter der Valartis Gruppe an die Citychamp Watch & Jewellery Group genehmigt hat. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2016 abgeschlossen werden.

Swiss Life

Der Zürcher Heimatschutz (ZVH) gibt beim Warenhaus Manor auf. Er akzeptiert den Entscheid des Verwaltungsgerichts, dass das Manor-Gebäude an der Zürcher Bahnhofstrasse kein Warenhaus bleiben muss. Die Eigentümerin der Liegenschaft, die Swiss Life, will das traditionsreiche Gebäude umbauen und umnutzen.

WIR Bank

Die Genossenschaft-Bank hat den Halbjahresgewinn um 115 Prozent auf 17,2 Millionen Franken gesteigert. Zwar wurde das Ergebnis auch durch den Verkauf von nicht benötigten Immobilien begünstigt, doch auch ohne diesen ausserordentlichen Ertrag lag das Gewinnwachstum bei 44 Prozent.

Luzerner Kantonalbank

Die Luzerner Kantonalbank begibt eine 0,1-Prozent-Anleihe über 375 Millionen Franken. Die Laufzeit beträgt fünfzehn Jahre. Zeichnungsschluss ist der 12. September, die Liberierung erfolgt auf den 15. September 2016.

Allianz Suisse

Der Sachversicherer hat im ersten Halbjahr das Prämienvolumen um 1,9 Prozent auf rund 1,37 Milliarden Franken erhöht. Der Halbjahres-Gewinn kletterte um 12,2 Prozent auf 142 Millionen Franken. Damit setzt Allianz Suisse den positiven Trend fort.

Zürcher Kantonalbank

investiere.ch, die Schweizer Investitionsplattform für Startups, hat eine Finanzierungsrunde über 3,5 Millionen Franken abgeschlossen. Die Zürcher Kantonalbank hat sich dabei substanziell an der Kapital-Erhöhung beteiligt und ist neu Minderheitsaktionärin von investiere.ch.

Swiss Life

Corpus Sireo, eine Tochter-Gesellschaft der Swiss Life Asset Managers, kauft die Firmensitze der Zurich Deutschland in Köln und Bonn. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Was Corpus Sireo mit den Objekten vor hat, ist noch Gegenstand von Verhandlungen mit den Behörden.

Bernerland Bank

Die Regionalbank hat im ersten Halbjahr 2016 den Reingewinn um 6 Prozent auf gut 2 Millionen Franken steigern können. Der Zinserfolg nahm um 1 Prozent auf 10,2 Millionen Franken zu. Trotz des anhaltend schwierigen Zinsumfelds erwartet die Bank für das Geschäftsjahr 2016 einen Reingewinn auf Vorjahreshöhe.

Zürcher Landbank

Die Zürcher Landbank hat im ersten Semester 2016 den Gewinn auf über 1 Million Franken gesteigert. Dies ist ein Folge des höheren Zinserfolges, der um 2,5 Prozent auf 4 Millionen Franken stieg. Die übrigen Erfolgspositionen sowie der Aufwand blieben stabil.

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