Credit Suisse gründet All-Star-Basketball-Team

(Bild: Shutterstock)

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Es ist ein kühnes Unterfangen, das CS-Chef Tidjane Thiam initiiert hat. Um den intern leidenden «Teamspirit» zu fördern, will er ein Basketball-Team auf die Beine stellen. Thiam hat diese Sportart selber praktiziert.

Wie Recherchen von finews.ch ergaben, hat Credit-Suisse-Konzernchef Tidjane Thiam (Bilder unten) die Gründung eines internen Basketball-All-Star-Teams in die Wege geleitet.

Bewerben können sich sämtliche Mitarbeiter der CS, indem sie sich am heutigen Freitag über die Mittagspause zu einem Probetraining in der Zürcher Saalsporthalle melden – sie befindet sich bekanntlich gleich unterhalb des CS-Üetlihofs. Weitere Probetrainings sind offenbar auch in Singapur und in New York geplant.

Eine Leidenschaft fürs Basketball-Spiel

Die Idee mit dem Basketball kommt nicht aus heiterem Himmel. Sie ist vielmehr mit Thiams Vita verbunden, hat er doch über viele Jahre diese Sportart selber intensiv betrieben. Daraus gewann er dem eigenen Bekunden nach zahlreiche Erkenntnisse, die seither in sein Berufsleben einflossen, wie finews.ch schon früher feststellte.

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Schon bei seinem ersten Auftritt in der Schweiz vor gut einem Jahr betonte der 1,93 Meter grosse Thiam, dass er früher leidenschaftlich Basketball gespielt und aus dieser Zeit sehr viel über Führung und Zusammenarbeit gelernt habe.

Frischer «Teamspirit»

Auf dem Basketballfeld sei man zu fünft, und nur, wenn sich alle gegenseitig respektierten und motivierten, könne man einen Sieg erringen, erklärte der gebürtige Ivorer. Darum sei es wichtig, dass die Autorität von der Basis her komme und man Teams bilde. «Ich bin ein grosser Verfechter gut funktionierender Teams», sagte Thiam.

Seine Bemühungen kommen zu einem wichtigen Moment, befindet sich doch die CS in einem epochalen Umbruch und ist vor diesem Hintergrund umso mehr auf einen frischen «Teamspirit» angewiesen. Es gibt aber noch andere Gründe, weshalb das Engagement nun zu einem günstigen Zeitpunkt erfolgt: Bei anderen «Sponsorings» ist die Grossbank derzeit einigem Gegenwind ausgesetzt.

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Star-Coach im Visier

Nur wenige Monate vor dem Start der Fussball-EM in Frankreich «performt» die von der CS gesponserte Schweizer Nationalmannschaft alles andere als zufriedenstellend, und der ebenfalls von der Grossbank unterstützte Tennis-Star Roger Federer musste unlängst sein Comeback aus gesundheitlichen Gründen verschieben. Mit dem Basketball schlägt die CS somit ein neues Kapitel auf.

Dem weiteren Vernehmen nach soll der eben in den Ruhestand getretene US-Basketball-Star Kobe Bryant das CS-All-Star-Team «coachen». Damit eröffnen sich für den Amerikaner neue Perspektiven, nachdem er auf seiner Abschiedstournee mit den Los Angeles Lakers gegen die Spieler des Utah-Jazz-Teams die grösste Niederlage in seiner ganzen Sportkarriere hinnehmen musste.

«Korbball» mit der UBS

Wie CS-intern weiter zu vernehmen ist, schwebt dem CS-Allstar-Team vor, dereinst gegen eine Auswahl der UBS anzutreten. Allerdings existieren noch einige Hindernisse, da UBS-Chef Sergio Ermotti (im Bild unten rechts) vor allem ein leidenschaftlicher Fussball-Fan ist.

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Doch seit er vor gut zwei Jahren den grössten chinesischen Basketball-Star Yao Ming (im Bild oben links) persönlich kennenlernen durfte, ist seine Faszination für «Korbball» markant gestiegen. Wer es nicht weiss: Yao Ming war bis zum Zeitpunkt seines Rücktritts im Juli 2011 mit 2,29 Meter der grösste aktive NBA-Spieler.

Hoffnung für den Finanzplatz

Sofern sich das von der CS angestrebte «Teambuilding» tatsächlich auch auf die UBS überträgt, stehen die Chancen relativ gut, dass der ganze Schweizer Finanzplatz wieder geeint auftritt.

(Bilder: Shutterstock, Keystone, Chinanews)

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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