Brexit: Das neue Unwort bei der Credit Suisse

Credit Suisse in London

Credit Suisse in London

Der Schweizer Grossbank ist die Diskussion um den Austritt Grossbritanniens aus der EU offenbar zu heikel. In einem internen Memo erhält die britische Belegschaft der Credit Suisse diesbezüglich strikte Anweisungen.

Das Memo ist von Finanzchef David Mathers persönlich unterzeichnet. Sein Inhalt ist strikt, wie die Agentur «Bloomberg» aus dem internen Papier zitiert.

Im Vorlauf zum im Juni angesetzten Referendum über den «Brexit», also dem Austritt Grossbritanniens aus der EU, haben die britischen Angestellten der Credit Suisse (CS) dem Thema aus dem Weg zu gehen.

Gemäss dem Schreiben dürfen sie weder an Anlässen teilnehmen, an denen der Brexit diskutiert wird, noch Kunden zu solchen Events mitnehmen. Und schon gar nicht dürfen sie ihre Meinung dazu öffentlich kund tun.

Amerikanische Banken unzimperlich

Der effektive Maulkorb für CS-Banker gilt vom 15. April bis am 23. Juni, wie eine Sprecherin der CS gegenüber der Agentur bestätigte.

Mathers, der auch die Operationen der CS in Grossbritannien verantwortet, strebt damit offenbar eine strikt schweizerisch-neutrale Rolle in der hitzigen Debatte an.

Andere Banken sind da weniger zimperlich: die amerikanischen Häuser Goldman Sachs, Morgan Stanley und J.P. Morgan unterstützen offen das Pro-EU-Lager, weil sie durch die Abschottung Jahre der Unsicherheit für den wichtigsten Bankenplatz Europas befürchten.

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NEWS GANZ KURZ

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

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