Bellevue Group schöpft Hoffnung

André Rüegg, CEO Bellevue Group, Thomas von Planta, Verwaltungsratspräsident

André Rüegg, CEO Bellevue Group, Thomas von Planta, Verwaltungsratspräsident

Das Ergebnis der Bellevue Group fiel im ersten Quartal 2016 schlecht aus. Dank der seit März stattfindenden Erholung an der Börse, vor allem im Bereich Healthcare, erwartet die Firma wieder bessere Zeiten.

Das operative Ergebnis der Bellevue Group reduzierte sich im ersten Quartal 2016 im Vergleich zur Vorjahresperiode von 4,4 Millionen Franken auf 1,3 Millionen Franken (ohne StarCapital), wie einer Mitteilung vom Montag zu entnehmen ist. 

Die Akquisition des deutschen Vermögensverwalters StarCapital ist gemäss Einschätzung der Bellevue Group für alle Aktionäre unmittelbar wertsteigernd. Die Dividendenpolitik der Gruppe – mit Ausschüttungen aus den operativ erwirtschafteten Cash-Flows – bleibt daher auch nach der Akquisition unverändert, wie es weiter heisst.

Eckdaten der Kapitalerhöhung

Der Verwaltungsrat der Bellevue Group hat zur Finanzierung der Übernahme von StarCapital folgende Eckdaten für die bereits angekündigte Kapitalerhöhung festgelegt: Das Bezugsrechtsangebot umfasst bis zu 2'991'428 neu zu emittierende Namenaktien mit einem Nennwert von 10 Rappen pro Namenaktie.

Aktionäre der Bellevue Group erhalten ein Bezugsrecht für jede Namenaktie, die sie am 11. April 2016 nach Börsenschluss halten. Dabei gewähren sieben Bezugsrechte dem Inhaber vorbehältlich anwendbarer Verkaufsrestriktionen das Recht, zwei neue Namenaktien gegen Zahlung des Bezugspreises zu erwerben.

Erster Handelstag der neuen Aktien: 26. April

Der Bezugspreis pro neue Aktie wurde auf 11 Franken festgelegt, was einem Discount zum Schlusskurs vom vergangenen Freitag, 8. April 2016, von 24,1 Prozent entspricht.

Die Bezugsfrist für die Bezugsrechte wird voraussichtlich am 12. April 2016 beginnen und am 21. April 2016 (12:00 mittags MESZ) enden. Die Bezugsrechte werden vom 12. April 2016 bis zum 19. April 2016 an der SIX Swiss Exchange handelbar sein.

Der erste Handelstag der neu ausgegebenen Namenaktien ist voraussichtlich der 26. April 2016. Aktien, für welche die Bezugsrechte während der Bezugsfrist nicht ausgeübt werden, können für Rechnung der Bellevue Group zum Bezugspreis platziert werden.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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