Nimmt Ihnen die Maschine den Job weg? Machen Sie den Test

Bild: Shutterstock

Das vollautomatische Anlegen ist definitiv in der Schweiz angekommen. Neben True Wealth, Swissquote, dem Vermögenszentrum VZ oder der Glarner Kantonalbank hat kürzlich die Bank Linth einen so genannten Roboadvisor lanciert, wie auch finews.ch kürzlich berichtete.

Die nach Algorithmen investierenden Maschinen versprechen, effizienter und kostengünstiger als Berater aus Fleisch und Blut zu arbeiten und Kaufs- und Verkaufsentscheidungen ohne Emotionen zu treffen. Hat damit die letzte Stunde der humanen Berater geschlagen?

Jobprofil wird sich ändern 

Wohl kaum. Denn Banken streichen den Berater nicht aus ihrer Gleichung, sondern bieten Roboadvior und physische Beratung im Verbund an – hybride Anlageberatung heisst das dann im Fachjargon. Zudem dient den Finanzinstituten der Roboadvisor oft als Akquise-Instrument für weitere Dienstleistungen.

Fest steht: Das Jobprofil des Kundenberaters wird sich deutlich ändern. Zum einen muss er auf der Höhe des Roboadivsors sein. Er muss wissen, was die Maschine leisten kann – und was nicht. Er muss auch das Anlageuniversum, das der Roboadvisor abdeckt, kennen – und das ist oft riesig.

Auch die Beratungs-Zeiten und die Interaktionsformen werden sich ändern, da Kunden jederzeit und überall die Dienste der Maschine in Anspruch nehmen können.

Fünf Fragen an die Berater

Doch weit wichtiger ist die Frage: Welchen Mehrwert bringt der Berater aus Fleisch und Blut dem Kunden? Denn dieser muss über die Roboadvisor-Expertise hinausgehen. Ansonsten besteht kein Grund, physische Beratung in Anspruch zu nehmen.

Die Wealth-Management-Plattform «Hubbis» hat fünf Fragen formuliert. Für jene Berater, die diese mit «Ja» beantworten können, stellen Maschinen keine Bedrohung dar. Sondern eine Bereicherung. Denn so kann der Berater mehr Zeit auf jene Dinge verwenden, die dem Kunden wirklich wichtig sind. 

  1. Berücksichtigen und fördern meine Empfehlungen die persönlichen Vorstellungen und Zielen meines Kunden?

  2. Ist die treibende Kraft meiner Beratung die Erfüllung der Kundenbedürfnisse – oder doch eher die Einnahmen in Form von Spesen und Gebühren? Und bin ich gegenüber dem Kunden transparent, was die Kosten für die Beratung und die Umsetzung der Anlagestrategie angeht?

  3. Nehmen mich die Kunden als Fachmann wahr und behandelt sie mich auch so – ähnlich wie Patienten einen Arzt oder Mandanten einen Anwalt behandeln?

  4. Bin ich in der Lage, in nervösen Märkten einen kühlen Kopf zu bewahren?

  5. Verfüge ich über das Know-how und die Fähigkeit, der Kundschaft einen echten Mehrwert zu bieten?

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Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

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Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

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Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

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DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

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Mit einer Performance von durchschnittlich 0,5 Prozent schnitten die Pensionskassen im August leicht besser ab als im Monats-Durchschnitt seit Jahresbeginn. Das stellte der «Pensionskassen-Barometer» der Grossbank fest.

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