Valiant will sich noch weiter steigern

Valiant-Filiale in Ostermundigen

Valiant-Filiale in Ostermundigen

Nach einem ausserordentlich guten ersten Quartal 2016 geht die Valiant Bank davon aus, im laufenden Jahr einen höheren Konzerngewinn als 2015 zu erreichen.

Die Valiant Bank war im ersten Quartal 2016 gut unterwegs, wie einer Mitteilung vom Montag zu entnehmen ist. Der Zinserfolg stieg um ganze 6 Prozent auf 70,4 Millionen Franken. Vor allem dank dieser Verbesserung erhöhte sich auch der Konzerngewinn gegenüber der Vorjahresperiode um 16,6 Prozent auf 23,4 Millionen Franken.

Vor diesem Hintergrund rechnet Valiant für das laufende Jahr mit einem leicht höheren Konzerngewinn als im Vorjahr. Diese Zahlen sind erfreulich, jedoch belasten die seit Jahresbeginn weiter gesunkenen Zinsen das Ergebnis, wie die Bank weiter schreibt.

Zinsmarge des Vorjahres gehalten

Der Druck auf die Zinsmarge hat sich im anhaltenden Tiefzinsumfeld weiter verschärft. Auslaufende Festhypotheken und KMU-Kredite sowie Neugeschäfte wurden im ersten Quartal 2016 zu deutlich tieferen Zinsen abgeschlossen als in den letzten Jahren. In diesem Marktumfeld erreichte Valiant eine operative Zinsmarge von 1,07 Prozent.

Damit ist es ihr gelungen, das letztjährige Niveau von 1,08 Prozent weitgehend zu halten. Als wichtigster Ertragspfeiler stieg das Zinsergebnis gegenüber dem Vorjahresquartal auf 70,4 Millionen Franken (6 Prozent).

Kosten weiter gesenkt

Das Ergebnis im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sank um 3,8 Prozent. Hingegen schloss der Erfolg im Handelsgeschäft um 25,6 Prozent besser ab. Bei den Kosten erreichte Valiant wiederum eine leichte Reduktion.

Der Geschäftsaufwand sank um 0,4 Prozent auf 54,6 Millionen Franken. Wie erwartet nahmen die Wertberichtigungen auf Beteiligungen und Abschreibungen weiter deutlich ab (-20,2 Prozent).

Stagnation im Hypothekar-Geschäft

Die Kundengelder haben in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um 0,3 Prozent auf über 18,1 Milliarden Franken zugenommen. Die Ausleihungen stiegen ebenfalls auf 22,2 Milliarden Franken, was einem Plus von 0,5 Prozent entspricht.

Bei den Hypotheken war der Preiswettbewerb im ersten Quartal wieder intensiver, was bei Valiant zu einer Stagnation führte.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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