UBS: Schlechter als erwartet

Die grösste Bank der Schweiz, UBS, präsentiert einen durchzogenen Quartalsausweis. Für Lichtblicke sorgt die wichtige Wealth-Management-Sparte – insbesondere in Asien.

Die ersten drei Monate des laufenden Jahres verliefen harzig für die UBS. Der den Aktionären zurechenbare Gewinn liegt bei 707 Millionen Franken, wie die UBS am Dienstag mitteilte.

Das sind gut 100 Millionen Franken weniger als Analysten prognostiziert hatten. Im Schlussquartal 2015 hatte die UBS noch einen Gewinn von 950 Millionen Franken verbuchen können.

«Wir erzielten ein robustes Ergebnis in einem schwierigen Marktumfeld. Wir blieben diszipliniert und fokussiert und profitierten von unserem diversifizierten Geschäftsmodell. Angesichts der ausserordentlich verhaltenen Kundenaktivitäten setzten wir unsere Ressourcen weiter effektiv ein und machten Fortschritte auf der Kostenseite», kommentierte UBS-CEO Sergio Ermotti das Konzernergebnis.

Erfreuliche Entwicklung in Asien

Die wichtigste Sparte im Konzern, das Wealth Management, überraschte mit starken Zuflüssen. Insgesamt waren es in den 15,5 Milliarden Franken gewesen. Die Zuflüsse stammten aus allen Regionen, wobei vor allem die Zuflüsse aus dem Raum Asien-Pazifik sowie von den ultrareichen Kunden betont werden.

Das Ausmass der Zuflüsse überrascht etwa, zumal die Bank im vierten Quartal noch Abflüsse hinnehmen musste. Sie betonte aber, dass man keine Kompromisse bezüglich Qualität gemacht habe.

Mit 636 Millionen Franken Gewinn im Wealth Management erzielte die UBS rund 130 Millionen Franken mehr als noch im Vorquartal – dies obwohl das Transaktionsvolumen laut Mitteilung so niedrig war wie noch nie in einem ersten Quartal. Das Ergebnis blieb dennoch leicht unter den Erwartungen.

Leichter Rückgang beim harten Kernkapital

Im Investmentbanking kam die UBS auf einen Gewinn vor Steuern von 370 Millionen Franken. Das sind 10 Millionen weniger als erwartet. Die Sparte WM Americas erzielte einen Vorsteuergewinn von 245 Millionen Franken und trifft damit die Markterwartungen. Der Sparte flossen Neugelder im Umfang von 13,6 Milliarden Dollar zu. 

In Bezug auf die Kapitalisierung muss die Bank einen leichten Rückgang des harten Kernkapitals hinnehmen. Die Kernkapital-Quote (CET 1-Basel III) lag per Ende März bei 14 Prozent und fiel damit um 50 Basispunkte gegenüber dem Stand von Ende Dezember.

Dies habe mit Wechselkurseinflüssen (vor allem US-Dollar) sowie den quartalsweise zurückgestellten Dividendenzahlungen zu tun, wie das Management erklärte. Die für die Bank ebenfalls wichtige (ungewichtete) Schweizer Leverage Ratio erreichte 5,4 nach 5,3 Prozent Ende 2015. Damit übertrifft die UBS die bis 2019 von den Grossbanken erforderliche Quote von 5 Prozent.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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