Marktmanipulation: CS zur Kasse gebeten

Credit Suisse, Zürich

Credit Suisse, Zürich

Sieben grosse Banken – darunter die Schweizer Credit Suisse – zahlen Hunderte Millionen Dollar an Privatkläger. Einmal mehr geht es um unerlaubte Absprachen.

Im Libor-Skandal konnte sich die Credit Suisse (CS) schadlos halten. Nicht so in der Isdafix-Affäre. Wegen mutmasslicher Manipulation des für Swap-Geschäfte zwischen Finanzmarktteilnehmern wichtigen Referenzindex' zahlt die Schweizer Grossbank nun 50 Millionen Dollar in einen Vergleich.

Insgesamt beläuft sich die Summe auf 324 Millionen Dollar, welche sieben Banken, darunter die CS, Bank of America, J.P. Morgan, die Deutsche Bank, RBS und Citigroup an diverse Pensionskassen zahlen müssen.

Weitere Klagen verhindert

Der Entscheid fiel vor einem Gericht in New York, wie unter anderem die Agentur «AWP» berichtete.

Mit der Zahlung konnten die Banken weitere Klagen gegen sie verhindern, wie es weiter hiess. Insgesamt fünfzehn Institute sind in die Isdafix-Affäre verwickelt; sie sollen zwischen 2009 und 2012 den Referenzindex auf elektronischem Weg beeinflusst haben.

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NEWS GANZ KURZ

Gottex

Der Hedgefonds-Anbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Offenbar verzögern sich die Verhandlungen um eine zweite Finanzierungsrunde.

UBS

Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt.

Avaloq

Der Bankensoftware-Entwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

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