Lawrence Summers: «Die 1’000-Franken-Note gehört abgeschafft!»

Bild: Shutterstock

«Die Welt soll die Schweiz motivieren, die Ausgabe der 1'000er-Note zu stoppen», fordert der renommierte amerikanische Ökonom Lawrence Summers in einem Kommentar für die «Financial Times».

Damit lanciert der US-Politiker und ehemalige Chefökonom der Weltbank erneut einen Angriff auf eine der wertvollsten Banknoten der Welt. Und seine Kritik kommt just nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) letzte Woche beschlossen hatte, den 500-Euro-Schein nicht mehr zu drucken.

Schleichende Abschaffung des Bargelds?

Die EZB will mit dieser Massnahme Kriminellen die Finanzierung von Straftaten erschweren, lautet die offizielle Begründung. Renommierte Ökonomen wie Thorsten Polleit, Chefökonom bei Goldhändler Degussa, sehe die Abschaffung grosser Noten hingegen als ersten Schritt in Richtung Eliminierung des Bargelds, wie Polleit auch in einem Beitrag auf finews.ch kürzlich erklärte.

Die EZB wolle damit den Banken die Möglichkeit nehmen, Bargeld zu bunkern. Dadurch werden sie gezwungen, negative Einlagenzinsen zu zahlen, was letztlich auch zulasten der Sparer ginge, so seine Befürchtungen. 

Summers wiederum rechtfertigt seinen Angriff auf die 1’000-Franken-Note, dass es «tragisch» wäre, wenn die Schweiz wegen der Abschaffung der 500-Euro-Note zum Hub für kriminelle Finanzgeschäfte verkäme.  

Für die SNB kein Thema

Auch in den USA brach Summers jüngst eine Kampagne gegen die 100-Dollar-Note vom Zaun. Der frühere US-Finanzminister und Wirtschaftsberater der Obama-Regierung will die Abschaffung grosser Banknoten sogar auf die Agenda der G-20-Staaten setzen.

Für die Schweizerische Nationalbank ist die Abschaffung der seit über 100 Jahren bestehenden Note kein Thema, wie sie bereits früher verlauten liess.

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Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

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