Genfer UBP investiert ins Asset Management

Nicolas Faller, Co-CEO von UBP Asset Management

Nicolas Faller, Co-CEO von UBP Asset Management

Die Union Bancaire Privée baut ihre Fondspalette mit einem ausländischen Partner substanziell aus. Gleichzeitig kann die Bank so auch ihren eigenen Vertrieb erweitern. Ein Modell das Schule macht?

Die Genfer Union Bancaire Privée hat am Dienstag eine Kooperation mit dem nordischen Finanzkonzern SEB angekündigt, wie einer Mitteilung vom Dienstag zu entnehmen ist. Die Schweizer Bank kann dadurch ifortan hren institutionellen Kunden und Vertreibern von Drittfonds die SEB-Palette luxemburgischer Fonds anbieten.

Die Vereinbarung deckt eine Reihe ausgewählter Fonds ab, die UBP zunächst in acht Ländern vermarkten wird: in Belgien, Frankreich, Grossbritannien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Spanien.

Ausbau des Fondsgeschäfts

«Langfristig fördert diese Vereinbarung den Vertrieb der UBP-Fonds in den nordischen Staaten. Auch können wir damit unsere Kapazitäten im Asset Management um erstklassige Investmentstrategien erweitern und so noch besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen. Gegenwärtig bieten wir SEBs Investmentfonds parallel zu unseren eigenen an. Wir freuen uns sehr darauf, das Geschäft mit SEB auszubauen», erklärte Nicolas Faller, Co-CEO von UBP Asset Management.

SEB Asset Management zählt zu den 50 wichtigsten Fondsanbietern Europas und verwaltet rund 95 Milliarden Euro. Von den 150 von SEB betreuten Fonds umfasst die Vereinbarung mit UBP grüne Anleihen, dänische Hypothekenanleihen sowie Nachhaltigkeitsfonds.

Auch ausserhalb der Kernmärkte

«Angesichts der langjährignr Expertise von UBP im Fondsmanagement und Fondsvertrieb sind wir zuversichtlich, dass wir dank dieser Vereinbarung unsere institutionellen Kunden und Drittanbieter auch ausserhalb unserer Kernmärkte besser bedienen können», sagte Peter Banner, Head of SEB Asset Management.

 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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