Die UBS senkt die Kündigungsfristen für Schweizer Kaderleute

Ab dem kommenden Jahr werden die Kündigungsfristen für das Direktionskader in der Schweiz von sechs auf drei Monate reduziert. Die UBS bestätigte entsprechende Recherchen von finews.ch

Eine dreimonatige Kündigungsfrist entspreche den regionalen und globalen Standards, begründete die UBS die Anpassung. Mit dieser Änderung besteht nun im Kader schweizweit eine einheitliche Kündigungsfrist von drei Monaten, hiess es weiter. 

UBS tritt auf die Kostenbremse

Das Direktionskader umfasst Mitarbeitende im Rang eines Director, Executive Director und Managing Director. Es sind jene Mitarbeitenden, die in der Lohnhierarchie ziemlich weit oben stehen. 

Die Reduktion der Kündigungsfrist kommt zu einem Zeitpunkt, wo die Schweizer Grossbank sich einem eisernen Sparkurs verschrieben hat und einen Stellenabbau im Wealth Management plant, wie auch finews.ch verschiedentlich berichtete.

Derzeit untersuchen spezialisierte Teams innerhalb der UBS nach Synergie- und Sparmöglichkeiten, wie aus Branchenkreisen zu vernehmen ist.

Insbesondere im Schweiz-Geschäft der UBS muss wohl nach dem angekündigten Chefwechsel mit grösseren Personal-Revirements gerechnet werden. Am Mittwoch gab die Schweizer Grossbank bekannt, dass der langjährige Schweiz-Chef Lukas Gähwiler sein Amt auf Anfang September abgibt. An seine Stelle tritt der ehemalige Commerzbank-CEO Martin Blessing

Sozialplan bleibt unverändert

Kommt es zu einem Stellenabbau, gelangen die betroffenen Personen wie gehabt in einen Sozialplan, sprich in einen Coach-Prozess.

Dieser erlaubt – abhängig von Alter, Dienstjahren und Rang – eine Weiterbeschäftigung, die maximal zwölf Monaten nach der Kündigung endet. Während dieser Zeit erhält der Mitarbeiter sein gewohntes Salär.

An der Ausgestaltung der Leistungen des aktuellen Sozialplans, fänden keine Änderungen statt, wie die UBS gegenüber finews.ch betonte.

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NEWS GANZ KURZ

Avaloq

Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

EIB

Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

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