Wo Banker am meisten verdienen

Bild: Shutterstock

Noch immer kommen die Investmentbanker beim Lohnvergleich im Banking gut weg. Doch innerhalb der Szene tun sich Gräben auf – auch was die Arbeitszeit betrifft. 

Der Druck auf die Löhne steigt zwar stetig an, doch die Banker zählen über alle Wirtschaftssektoren gesehen nach wie vor zu den bestbezahlten Angestellten. Die Unterschiede innerhalb der Bankbranche sind allerdings markant. 

So verdienen Investmentbanker auf Stufe Director im Schnitt über 30 Prozent mehr als jene im Asset Management oder bei Hedgefonds (Buy-Side). Dies ergab eine aktuelle Umfrage des britischen Lohnspezialisten «Emolument». Insgesamt nahmen daran 1'160 Londoner Directors teil. In der Themsestadt unterhalten auch die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse bedeutende Investmentbank-Operationen.

M&A-Banker an der Spitze

Im Schnitt beziehen Investmentbanker eine Gesamtvergütung (Salär zuzüglich Bonus) von umgerechnet  369'000 Franken (260'000 Pfund), derweil jene Finanzspezialisten auf der Buy-Side-Seite insgesamt 277'000 Franken (195'000 Pfund) erhalten. Bei Direktoren von Rating Agenturen sind es gar bloss 189'000 Franken (133'000 Pfund (siehe Grafik).

Emolument 1 500

Innerhalb der Investmentbank-Branche liegen die Spezialisten für Firmenfusionen und -Übernahmen (M&A) mit 326'000 Pfund an der Spitze. Sie verdienen 16 Prozent mehr als Händler (siehe Grafik). Wird der Lohn ins Verhältnis zum Arbeitsaufwand gesetzt, sieht die Rechnung indes anders aus.

Emolument 500 2

M&A-Banker arbeiten oft sieben Tage die Woche bis späte in die Nacht, und dies über mehrere Monate. Händler hingegen sind zwar während des Tages stark gefordert. Nach dem Closing der Märkte hingegen winkt das Feierabendbier – im Prinzip ein «Nine-to-Five-Job».

In der Falle

Alice Leguay, Mitgründerin von Emolument, weist zudem noch auf einen weiteren Aspekt hin. So seien Investmentbanker oft in einer Falle gefangen. Sie möchten sich ihrem über Jahre angewohnten sehr teuren Lebensstil weiter frönen. Doch sinkende Erträge in der Branche rechtfertigen die hohen Lohnerwartungen oft nicht mehr.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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