Credit Suisse angelt sich Top-Bankerin von der Erzrivalin UBS

Dagmar Maria Kamber Borens

Dagmar Maria Kamber Borens

Vor wenigen Tagen vermeldete finews.ch, dass die «Vorzeige-Bankerin» der UBS von Bord geht. Nun übernimmt sie einen Prestige-Job bei der Credit Suisse.

Ihre ganze Karriere absolvierte Dagmar Maria Kamber Borens bei der UBS. Zuletzt agierte sie im Range eines Group Managing Directors als regionale Finanzchefin (Chief Financial Officer, CFO) der UBS Asia-Pacific in Singapur.

Letzte Woche meldete finews.ch exklusiv ihren Abgang bei der Schweizer Grossbank. Neu wird sie – wie dies in Branchenkreisen bereits durchsickerte – bei der Credit Suisse (CS) das Amt des Chief Operation Officer (COO) für die Swiss Universal Bank übernehmen, wie die CS am Dienstag in einem Schreiben an die Mitarbeitenden festhielt.

«Auf Dagmar Kamber wird eine wichtige Rolle bei der Umsetzung unserer strategischen Prioritäten zukommen, unter anderem in Bezug auf Projekte zur Effizienzoptimierung, verschiedene Wachstums-Initiativen, unsere Plattform-Investitionen und Digitalisierungs-Bestrebungen», lässt sich Schweiz-Chef Thomas Gottstein im Memo vernehmen.

Weniger Direktunterstellte für Gottstein

Kambers Antritt erfolgt auf Anfang Oktober. Die gebürtige Allschwilerin rapportiert direkt an Gottstein. Zusätzlich wird sie Pierre-Olivier Bouée und Peter Goerke fachlich unterstellt sein. Sie tritt damit an die Stelle von Michael Sager, der aus familiären Gründen eine Auszeit genommen hat, wie die CS auf Anfrage von finews.ch ausrichtete.

Bis zum Antritt von Kamber wird CFO Antoine Boublil interimistisch für die Aufgaben des COO zuständig sein.

Im Zusammenhang mit der für das vierte Quartal 2016 geplanten Betriebsaufnahme der Credit Suisse (Schweiz) wird die Anzahl der Direktunterstellten Gottsteins reduziert.

Erweitertes COO-Amt

In der Folge übernimmt Kamber die Gesamtführungsverantwortung für die IT unter der Leitung von Mario Crameri, für den Bereich Operations unter der Leitung von Marcel Schuler und sowie Communication & Marketing unter der Leitung von Béatrice Fischer. Die Aufgaben und Zuständigkeiten der drei Bereichsleitenden bleiben laut Mitteilung unverändert.

Sie rapportieren zwar neu an Kamber, verbleiben aber laut Mitteilung in der erweiterten Geschäftsleitung. 

Die Führung der CS Schweiz einschliesslich der Mitglieder ihrer Geschäftsleitung und die Zusammensetzung des Extended Management Committee der Division Swiss Universal Bank werden zu einem späteren Zeitpunkt vor der Betriebsaufnahme bekannt gegeben, wenn alle erforderlichen internen und externen Genehmigungen vorliegen, wie die Grossbanm weiter informierte.

Seit 17 Jahren bei der UBS

Kamber startete ihre berufliche Laufbahn 1999 bei der UBS. Zu ihrer bisherigen Berufserfahrung gehört auch ihre Tätigkeit als Beraterin des Verwaltungsratspräsidenten und des Verwaltungsrats der UBS bei rechtlichen, regulatorischen und Corporate-Governance-Fragen sowie im Bereich Group Mergers & Acquisitions in London und Zürich.

Die dreifache Mutter ist ausgebildete Juristin und hat an der Universität Basel, wo sie ihr Studium in Rechtswissenschaften absolvierte, einen Doktortitel erlangt.

 

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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