Insider-Deals mit dem Klempner

Klempner bei seiner Arbeit

Ein New Yorker Investmentbanker ist wegen Insiderhandel angeklagt. Er hat vertrauliche Informationen an seinen Klempner weitergegeben. Dessen Gegenleistung: Er renovierte das Badezimmer des Bankers.

Bei Insiderhandel verstehen die US-Strafverfolgungsbehörden keinen Spass. Die Aufsichtsbehörde SEC, welche über das Geschehen an den US-Börsen wacht, stellt bis zu zehn Jahre Gefängnis für Insider-Vergehen in Aussicht.

Für einen Investmentbanker bei Barclays bedeutete dies keine Abschreckung. Er wurde in diesen Tagen verhaftet und den Richtern vorgeführt, wie die SEC in der Nacht auf Mittwoch mitteilte. Er soll Tipps zu bevorstehenden M&A-Transaktionen an einen Klempner gegeben haben. Dieser hat sich bereits schuldig bekannt.

Auch Geld floss

Mit den Informationen versorgt, setzte der Klempner Geld auf entsprechende Aktien – insgesamt zehn Mal, wobei er 76'000 Dollar verdiente. Die Gegenleistung an den Tipp-Geber bei Barclays: Er renovierte dessen Badezimmer.

Auch Geld floss: Die Übergabe fand teilweise in der Garage des Bankers statt, wo die beiden regnerische Sonntagnachmittage zusammen vor dem Fernseher verbrachten.

Beim Fischen kennengelernt

Kennengelernt haben sie sich beim Fischen: Beide hatten dasselbe Boot auf benachbarten Plätzen und freundeten sich auf diesem Weg an. Der Barclays-Investmentbanker, er arbeitet inzwischen nicht mehr für die britische Bank, gehörte nicht zu den Grossverdienern.

Seine Aufgabe bestand unter anderem darin, seine Vorgesetzten in einer wöchentlichen Powerpoint-Präsentation über die Geschehnisse im M&A-Markt zu informieren.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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