1MDB-Skandal: Goldman Sachs im Visier der US-Ermittler

(Bild: Shutterstock)

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Nach der Schweizer BSI Bank ist auch die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs in den Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB verwickelt, wie aus den USA zu vernehmen ist.

Die eigentlichen Ermittlungen betreffen den malaysischen Premierminister Najib Razak und seine Familie. So soll der Politiker für mehrere Hundert Millionen Dollar eine Wahlkampagne finanziert sowie Designerkleidung, Juwelen und andere Luxusgüter für sich und seine Frau erworben haben. Beglichen hat er die Rechnungen laut Medienberichten jeweils aus den Kassen des staatlichen Investmentfonds 1MDB.

Der Korruptionsskandal gipfelte in der erzwungenen Schliessung der 143-jährigen Banca Svizzera Italiana (BSI), wegen groben Verstössen gegen Geldwäscherei-Verordnungen, wie auch finews.ch berichtete.

Im Zusammenhang mit Untersuchungen gegen den malaysischen Staatsfonds 1MDB herrscht nach wie vor Unklarheit über Geldtransaktionen in der Höhe von über 6 Milliarden Dollar.

Wieviel wusste Goldman Sachs?

Wegen mutmasslicher Verstösse gegen Geldwäscherei-Gesetze ist nun auch das US-Justizministerium bei der New Yorker Investmentbank Goldman Sachs vorstellig geworden, wie das «Wall Street Journal» (Artikel bezahlpflichtig) am Dienstag berichtete.

Goldman Sachs habe im Auftrag von 1MDB eine Anleihe in der Höhe von drei Milliarden Dollar emittiert und die Gelder unter anderem an die BSI übermittelt. Zumindest bei der Hälfte der Erlöse gebe es keine genauen Hinweise über den Verbleib der Gelder, hiess es weiter. Ein Teil davon ist laut Bericht auf einem Bankkonto des malaysischen Ministerpräsidenten Razak gelandet. 

Ein lukratives Geschäft

Die Ermittler haben Anhaltspunkte, wonach Goldman möglicherweise wusste, dass die Gelder nicht für ihren ursprünglichen Zweck vorgesehen waren. Goldman und das US-Justizministerium waren für Stellungnahmen nicht erreichbar. Gegen den Staatsfonds laufen in mindestens sechs weiteren Ländern Geldwäscherei-Untersuchungen.

Die Anleihen-Emission spülte Goldman Sachs Gebühren von 300 Millionen Dollar in die Kasse – überdurchschnittlich viel für eine solche Transaktion, urteilt das «Wall Street Journal». Der 1MDB-Fonds beschuldigte Goldman Sachs später, zu hohe Gebühren kassiert zu haben und verlangt nun eine Teilrückerstattung. Goldman Sachs trat bislang nicht auf die Forderung ein.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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