St. Gallen: Kopf von Kantonalbank-Chef gefordert

Roland Ledergerber

Roland Ledergerber, CEO SGKB

Die Rolle der St.Galler Kantonalbank im Steuerstreit mit den USA soll für deren CEO nun doch noch persönliche Konsequenzen haben.

Chef Roland Ledergerber sei verantwortlich für Fehler der ehemaligen Tochterbank Hyposwiss Zürich im US-Steuerstreit: Das findet die SP im Ostschweizer Kanton und forderte deshalb nun nachträglich den Rücktritt des CEO der St.Galler Kantonalbank (SGKB).

Die Partei wies darauf hin, dass Ledergerber Verwaltungsratspräsident der Hyposwiss gewesen sei, wie die Agentur «AWP» berichtete.

«Schwer verständlich»

SP-Kantonsrat Peter Hartmann, Mitglied der Regierung und damit Verteter des Eigners der Bank, bezeichnete das Verhalten der Hyposwiss ab Mitte 2008 als «schwer verständlich und als Fehler».

Das Tochterinstitut hatte damals gezielt US-Steuerflüchtlinge aufgenommen, welche die UBS aufgrund des Steuerstreits verlassen hatten. Für die Aufarbeitung der Verstösse gegen amerikanisches Steuergesetz zahlte die SGKB im Rahmen des US-Programms zur Beilegung des Steuerstreits insgesamt Bussen und Kosten von geschätzt 80 Millionen Franken, wie es weiter hiess.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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