UBS bringt Beratung ohne Banker

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Die Grossbank UBS will bald eine neue Vermögensverwaltungs-Plattform in Betrieb nehmen, die ohne Berater aus Fleisch und Blut auskommen soll. Noch ist vieles nebulös.

Am Rande des heurigen Wealth-Managements-Summit der Agentur «Reuters» in Genf kündigte Jürg Zeltner höchstpersönlich ein neuartiges Beratungsmodell an, das ohne den klassischen Berater aus Fleisch und Blut auskommen soll.

Um einen Robo-Advsior, sagte der Wealth-Management-Chef der UBS, handle es sich dabei aber nicht. Sondern eher um einen Online-Vermögensverwalter. Kunden hätten dann einen digitalen Zugang zu allen Dienstleistungen der UBS. Entsprechend richte sich das Angebot an die digital-affine Klientel.

Bis spätestens Anfang 2017 soll dieser digitale Vermögensverwalter einsatzbereit sein, versprach Zeltner – und hielt sich über alles weitere bedeckt.

Aus der Innovations-Küche der UBS

Bei der UBS war dazu etwas mehr zu erfahren. Initiiert wurde das neue Angebot von Dirk Klee, dem Chief Operation Officer (COO) UBS Wealth Management, wie die Grossbank gegenüber finews.ch ausrichten liess. Die Entwicklungsarbeiten sowie die Machbarkeitsprüfung leistete das WM Innovation Lab am Löwenplatz in Zürich, das von Dave Bruno geleitet wird, so die UBS weiter. 

Getestet wird diese Form von Beratung laut UBS vorerst in einem ausgewählten Markt. Im Grundsatz funktioniert die Online-Beratung ähnlich wie bei einem Robo-Advisor. Der Kunde füllt ein Risikoprofil aus und bekommt dann entsprechende Anlagevorschläge automatisch zugesandt.

Weitere Details gab die UBS gegenüber finews.ch nicht bekannt. Doch es ist davon auszugehen, dass das Angebot über klassische Robo-Advisor, wie sie heute im Einsatz sind, hinausgeht.

Margen unter Druck

Der geplante Vorstoss der UBS in ein von Beratern losgelöstes, rein digitales Beratungsangebot fällt in eine Zeit, wo das Vermögensverwaltungs-Geschäft der UBS darbt. Zu schaffen machen der wichtigsten Sparte im Konzern die Negativzinsen und die Zurückhaltung vieler Kunden angesichts der nervösen Finanzmärkte.

«Ich sehe das nicht als ein Umfeld, in dem man wirklich erwarten kann, dass die Erträge wachsen», sagte Zeltner zu «Reuters». Angesichts der schwierigen Bedingungen würden auch die Margen in der Vermögensverwaltung kurzfristig weiter sinken. «In der absehbaren Zukunft werden sie nicht annähernd auf dem Niveau sein, das wir gewohnt waren zu sehen», so Zeltner weiter.

Mit dem aufgegleisten Online-Angebot lässt sich zum einen die Kundenbasis ausweiten. Zum anderen dürfte das Kosten-Ertrags-Verhältnis positiv beinflusst werden, weil die Arbeit dann mehrheitlich der Kunde erledigt.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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