BSI: Auf Konfrontation mit der Finma

Die in den Geldwäscherei-Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB verwickelte BSI Bank fechtet das Urteil der Finma beim Bundesverwaltungsgericht an. Die Behörde hatte die Auflösung des Instituts gefordert.

Die Tessiner BSI Bank stellt sich auf den Standpunkt, dass das Prozedere Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) in mehrfacher Hinsicht fehlerhaft sei, wie das Institut am Donnerstag in einem Communiqué mitteilte.

Entsprechend «unverhältnismässig» sei das Urteil ausgefallen, heisst es weiter. Die Finma hatte in enger Kooperation mit der Singapurer Aufsichtsbehörde (Monetary Authority of Singapore, MAS) die Schliessung der Bank in der Schweiz respektive in Singapur angeordnet.

No Comment der Finma

Auf Anfrage von finews.ch wollte sich die Finma am Donnerstag zur Anfechtung der BSI nicht äussern.

Die Tessiner Bank argumentiert dahingehend, dass sie bereits seit Herbst 2013 kontinuierlich und transparent mit der Finma in Kontakt gestanden sei. Wo Mängel entdeckt worden seien, habe sie entsprechende Massnahmen getroffen, betont die Bank in ihrer Mitteilung weiter. Ausserdem seien sämtliche Konten, die im Zusammenhang mit dem 1MDB-Staatsfonds standen, Anfang 2015 geschlossen worden.

Interne Versäumnisse

Die BSI räumt zwar gewisse interne Versäumnisse ein, stellt aber fest, dass der Entscheid der Finma, das Timing wie auch die Vorgehensweise gänzlich unangemessen gewesen seien.

In ihrem Rekurs hält die Bank zudem fest, dass die angeordneten Massnahmen «ungesetzlich» seien. Ausserdem habe die Art und Weise der Kommunikation durch die Finma der Reputation der Bank wie auch derer Mitarbeiter erheblich geschadet.

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