Brexit: Die sichersten Häfen

TBC Bank, Georgien

Mit dem Brexit machen sich viele Bankkunden Gedanken um die Sicherheit ihres Geldes. Ein Rechtsanwalt hat recherchiert und die absolut sichersten Adressen ausfindig gemacht.

In der Schweiz sind Bankvermögen durch die Einlagensicherung garantiert – bis zu einem Betrag von 100'000 Franken. Die Finanzkrise im Jahr 2008 war das Schockereignis, das so manchen Anleger in Alarm- und Angstimmung versetzte. Der Brexit scheint dieses Potenzial auch zu haben – zumal die Auswirkungen noch völlig unklar sind.

Wo wäre – im Fall der Fälle – das Geld trotz Einlagensicherung noch sicherer? Der deutsche Rechtsanwalt Christian Hirschbiel, er ist auch Head of Wealth Structuring bei BNP Paribas in Deutschland, hat recherchiert und empfiehlt im «Private Banking Magazine» folgende Finanzinstitute.

1. Capital Security Bank auf den Cook Islands

Capital Security Bank 500

Warum?

Die Bank auf dem Offshore-Paradies Cook Islands ist immer zu 100 Prozent liquide. Denn sie vergibt keine mit Assets von Kunden besicherte Darlehen. Sie macht ihr Geld mit den Kontogebühren und der Überlassung von Übernachtgeld an grosse Banken weltweit, vor allem jedoch in Europa und da insbesondere in der Schweiz.

Vorteil:

Für eine Kontoeröffnung ist kein Besuch vor Ort erforderlich.

2. Caye Bank, Belize

Caye Bank

Warum?

Die Bankenaufsicht von Belize bestimmt über die Einhaltung einer Liquiditätsreserve von mindestens 24 Prozent. Die Caye Bank hält fast 40 Prozent.

Vorteile:

Die Bank bietet auch weltweit immobilienbesicherte Kredite in Höhe von bis zu 50 Prozent des Immobilienwertes an. Für das Wertgutachten sorgt die Bank selbst. Für eine Kontoeröffnung ist kein Besuch vor Ort erforderlich.

3. DNB Bank, Norwegen

bjerke 500

Warum?

Norwegens grösste Bank (Bild: CEO Rune Bjerke) verfügt über Liquidität von fast der Hälfte der Kundeneinlagen. Die norwegische Zentralbank ist die am besten kapitalisierte weltweit. Das heisst: Die norwegische Krone hat wohl die besten Chancen, eine globale Finanzkrise zu überleben.

Vorteil:

Für eine Kontoeröffnung ist kein Besuch vor Ort erforderlich.

4. TBC Bank, Georgien

TBC 500

Warum?

Diese Bank ist krisenerprobt: 2008 kam es während des kurzen Krieges mit Russland zu einem «bank run». Jeder einzelne Kunde bekam sein Geld. Zurzeit verfügt die TBC rund ein Viertel Liquidität im Vergleich zu den Einlagen.

Vorteil:

Auf Euro-Tagesgeld gibt es 2,5 Prozent Zinsen.

Nachteil:

Man muss zur Kontoeröffnung vor Ort sein. Danach kann jedoch alles über das Online-Banking laufen.

4. DBS oder UOB, Singapur

dbs 500

Warum?

In Singapur gab es noch nie eine Bankinsolvenz. Und die DBS verfügt über eine Liquiditätsreserve von rund 20 Prozent, die United Overseas Bank gar über eine von rund 35 Prozent.

Vorteile:

Service-Qualität und Online-Banking der Singapurer Institute pflegen hohe Standards, der Finanzplatz gilt als vorbildlich.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

 

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NEWS GANZ KURZ

Avaloq

Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

EIB

Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

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