Mirabaud: Besuch von der Guardia Civil

Madrid

Die Polizei hat die Madrider Niederlassung der Genfer Privatbank Mirabaud durchsucht. Sie ermittelt gegen den Besitzer einer übernommen Firma wegen Geldwäscherei – auch gegen dessen Frau, eine leitende Staatsbeamtin in Spanien.

In den frühen Morgenstunden des vergangenen Mittwochs ist die Niederlassung der Genfer Privatbank Mirabaud in der spanischen Hauptstadt Madrid von der örtlichen Guardia Civil durchsucht worden. Die Beamten hätten dabei Unterlagen des früheren Besitzers der Firma Vente Finanzas, Alejandro Pérez Calzada, beschlagnahmt, wie die spanische Zeitung «El Confidencial» schreibt.

Mirabaud hatte 2009 gut 25 Prozent von Venture Finanzas gekauft und 2011 das Unternehmen zu 100 Prozent übernommen. Gemäss der Zeitung bestätigte Mirabaud die Hausdurchsuchung und sicherte den Ermittlungsbehörden volle Kooperation zu.

Die spanischen Behörden ermitteln in einem Geldwäschereifall und stützen sich dabei Kundendaten, die seinerzeit Hervé Falciani bei der Genfer HSBC Private Bank gestohlen hatte. Im Mittelpunkt der Ermittlung steht die ehemalige Vermögensverwaltungsgesellschaft Venture Finanzas.

Informationen den Behörden übergeben

Die Untersuchungen richten sich auf Schwarzgeld-Vermögen, die bei der HSBC in Genf lagen, und durch Vente Finanzas offenbar wieder in den legalen Geldumlauf geschleust wurden.

Mirabaud distanzierte sich am Freitag in einem Communiqué gänzlich von jeglicher Aktivität in Verbindung mit einer «Falciani Liste». Die Bank bestätigte indessen, dass die spanischen Behörden am Mittwoch, 29. Juni 2016 bei den Büros in Madrid und Barcelona nach Informationen gefragt hätten. Informationen, die sich auf das Unternehmen Venture Finanzas und einige damit verbundenen Personen beziehen, wurden den Behörden übergeben, mit denen Mirabaud kooperiert.

Calzadas Frau leitet das Betrugsdezernat

Der Fall zieht weite Kreise: Neben Mirabaud sind auch die Banken Sabadell, Santander und BNP Paribas durchsucht worden.

Ebenfalls Besuch der Guardia Civil erhielt Margarita Garcia-Valdecasas. Sie ist Chefin des Oficina Nacional de Investigacion de Fraude, des spanischen Betrugsdezernats. Und Garcia-Valdecasas ist die Gattin von Alejandro Pérez Calzada.

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Der Hedgefonds-Anbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Offenbar verzögern sich die Verhandlungen um eine zweite Finanzierungsrunde.

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Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt.

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