BSI-Übernahme: EFG braucht weitere Mittel

Um die Übernahme der BSI zu stemmen, benötigt die EFG International eine weitere Kapitalerhöhung. Überdies gab das EFG/BSI-Konsortium die neue Führungsmannschaft bekannt.

An einer ausserordentlichen Generalversammlung am 26. Juli 2016 soll weiteres genehmigtes Kapital von 15 Millionen Namenaktien zum Nominalpreis von 50 Rappen geschaffen werden. Dies teilte EFG am Dienstag mit.

Das zusätzliche Kapital werde benötigt, um den Aktienanteil des Kaufpreises für die BSI-Bank an PTG Pactual gewährleisten zu können, hiess es weiter.

Erst letzten Mai führte EFG eine Kapitalerhöhung durch. Diese ist allerdings nur zu Teilen geglückt, wie auch finews.ch berichtete. Insgesamt hat die Privatbank damals 295 Millionen Franken eingenommen.

Neue Führungsmannschaft

Ausserdem kündigt das Institut eine neue Managementstruktur an, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Fünf Management-Mitglieder von BSI würden nach der Übernahme Mitglied des Executive Committee: Es handle sich um Renato Cohn, Reto Kunz, Maurizio Moranzoni, Gérald Robert und Renato Santi.

Die bisherigen Mitglieder James Lee und Frederick Link seien hingegen in Zukunft nicht mehr Mitglied des Gremiums, wobei Lee pensioniert werde, Link jedoch bei EFG verbleiben werde.

Die neue Führung präsentiert sich wie folgt:

Joachim H. Straehle: Chief Executive Officer
Giorgio Pradelli: Deputy Chief Executive Officer & Chief Financial Officer
Mark Bagnall: Head of IT & Operations
Albert Chiu: Head of Asia Region
Renato Cohn: Head of Investment Solutions
Anthony Cooke-Yarborough: Head of UK Region
Peter Fischer: Head of Strategy
Reto Kunz: Chief Risk Officer
Adrian Kyriazi: Head of Romandie & Continental Europe Region
Maurizio Moranzoni: Head of Global Markets
Gérald Robert: Head of Latin America
Renato Santi: Head of Central Switzerland, Ticino & Italy Region
Sixto Campano: Head of Americas Region; attendee of the Executive Committee

Zudem wird in der Mitteilung betont, dass BSI innerhalb der EFG-Holding-Struktur bis zur vollständigen Integration als separate Einheit geführt werde. Diese werde für Mitte 2017 erwartet.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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