Jan Schoch lanciert eine digitale Bank für Superreiche

Jan Schoch

Die jüngste Unternehmung von Leonteq-Mitgründer und CEO Jan Schoch heisst Flynt und soll noch diesen Herbst an den Start gehen. Der 39-jährige Schoch bestätigte entsprechende Recherchen von finews.ch, wollte diese aber nicht weiter kommentieren.

Flynt wird sich mit einer digitalen Service-Plattform an superreiche Kunden und Family Offices richten. Gemäss Informationen von finews.ch hat Flynt bereits auch eine Banklizenz erhalten.

Doch offenbar ist nicht vorgesehen, dass Flynt ins transaktionale Banking einsteigt. Das Aktienkapital beträgt eine Million Franken.

Bereits 35-köpfiges Team am Werk

Das Unternehmen ist zwar im appenzellischen Gonten eingetragen, doch finden die gesamten Entwicklungen in Zug statt, wo inzwischen bereits ein über 35-köpfiges Team die Plattform entwickelt respektive an der entsprechenden Software tüftelt.

Flynt

Auf der bereits aufgeschalteten Flynt-Website heisst es, man wolle Unternehmer inspirieren, ihre Lebensziele einfacher zu erreichen. Dafür würden «intuitive Lösungen» geschaffen, welche «Vermögens-Opportunitäten» durch den Einsatz von Technologie einfach, sicher und zuverlässig «managen».

Fintech-Bank für exklusive Klientel

Das Marketing-Deutsch heruntergebrochen heisst das: Flynt wird eine digitale Bank für Superreiche und Unternehmer, in der eine Service-Palette mit «Customer Experience» verbunden wird.

Sprich: Flynt ist ein Fintech-Unternehmen für High-End-Vermögensverwaltungskunden, die anstelle einer persönlichen Beratung digitale Dienstleistungen vorziehen. Das passt zum technik-affinen Schoch, der auch «seine» Leonteq mittlerweile als Fintech-Unternehmen anpreist.

Schoch als Gründer und Investor

Das Selbstverständnis von Flynt als Fintech manifestiert sich auch in der Mitgliedschaft der Global Fintech Association, einer Vereinigung, die Schoch zusammen mit Christina Kehl unlängst gegründet hat.

Jasmin Schmuki 160Gemäss weiteren Angaben ist Schoch selber in der Firma nicht mehr aktiv. Er hat sie aber 2014 gegründet und im vergangenen Jahr das Verwaltungsratspräsidium Jasmin Schmuki übergeben. Dabei handelt es sich um eine ehemalige Credit-Suisse- und Raiffeisenbankerin, die seit diesem Jahr auch Geschäftsführerin der Jan Schoch Holding ist. Neben Schoch haben auch Alexander Rüegg und Christoph Baumann in Flynt investiert.

Schwierigste Phase

Beide sind ehemalige Leonteq-Weggefährten. Rüegg, der als Flynt-CEO amtet, war beim Derivate-Haus IT-Chef, wechselte dann zum Bankensoftware-Dienstleister Finnova, wo er als Entwicklungschef arbeitete. Baumann amtet als Stellvertreter von Rüegg.

Schoch macht derzeit mit der Firma Leonteq, an der er aktuell 6,5 Prozent der Aktien hält, die wohl schwierigste Phase seit der Gründung 2007 durch.

Überraschender Kurssprung

An der Börse hat Leonteq nach diversen Rückschlägen massiv an Vertrauen verloren. Die von Schoch mit Verve vorgetragene Wachstumsstory einer beliebig skalierbaren Leonteq-Plattform überzeugt nur noch begrenzt. Umso überraschender hat Leonteq vergangene Woche einen neuen und offenbar aktiven Investor gefunden.

Wie aus einer Pflichtbeteiligungsmeldung vom Donnerstag hervorging, erwarb die Firma Veraison 3,22 Prozent der Aktien. Hinter der Beteiligungsgesellschaft stecken Gregor Greber, Gründer des Vermögensverwalters zCapital, und Valentin Chapero, der frühere CEO des Hörgeräter-Herstellers Sonova. Daraufhin legte der Kurs der Leonteq-Aktien um 20 Prozent zu.

Gründer sind auch Kunden

Schoch hat immer wieder betont, dass sein voller Fokus Leonteq gilt. Entsprechend wird bei Flynt eher in der Rolle des Investors bleiben – und des Kundens. Denn gemäss weiteren Information sind die ersten Flynt-Kunden die Gründer.

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