Deutsches Fintech holt Julius-Bär-Banker für Schweiz-Expansion

Thomas von Hohenhau

Das deutsche Fintech Deposit Solutions will den europäischen Markt für Spareinlagen revolutionieren und kommt nun in die Schweiz. Mit an Bord ist ein Star-Investor aus dem Silicon Valley.

Das Hamburger Fintech Deposit Solutions hat eine Schweizer Niederlassung gegründet und einen Länderchef ernannt. Dabei handelt es sich um Thomas von Hohenhau, vormals Head Portfolio Management bei Julius Bär, wie Deposit Solutions mitteilte. Er werde zudem als Chief Client Officer zur obersten Führungsebene gehören.

Deposit Solutions hat sich seit dem Start im Jahr 2011 in Deutschland einen Namen mit der Plattform «zinspilot.de» gemacht. Dabei handelt es sich um eine offene Produkteplattform für Tages- und Festgeldanlagen, die Endkunden kaufen können, ohne bei der entsprechenden Produktebank ein Konto eröffnen zu müssen. Deposit Solutions bietet diese Plattform auch Banken an.

Weniger Negativzins

Das Unternehmen setzt insbesondere auf Schweizer Banken, weil es glaubt, dass diese mit Hilfe ihrer Plattform ihre Bilanz entlasten können, weil Privatkundeneinlagen eher investiert würden. Also müssten sie weniger Negativzins bezahlen.

Die Technologie von Deposit Solutions hat dieses Jahr Peter Thiel zu einem Investment bewogen. Thiel gilt als einer wichtigsten Investoren im kalifornischen Silicon Valley, seit er mit einem Anfangsinvestment von 500'000 Dollar in Facebook über 1 Milliarde gelöst hat.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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