Bank J. Safra Sarasin: Doch kein neuer Zürcher Standort

Visualisierung des neuen Geschäftshauses Rosau

Die Traditionsbank J. Safra Sarasin zieht nun doch nicht in die Zürcher Rosau, wie Recherchen von finews.ch zeigen. Stattdessen nistet sich ein Rückversicherer dort ein.

Die Banker von J. Safra Sarasin in Zürich können die Umzugskisten im Keller lassen. Denn nicht sie, sondern die Mitarbeiter des französischen Rückversicherers Scor werden in das voraussichtlich 2019 fertig gestellte Geschäftshaus Rosau ziehen.

«Der Mietvertrag wurde von J. Safra Sarasin an Scor übertragen», sagte ein Sprecher des Arealeigentümers Villa Rosau auf Anfrage von finews.ch. Die Aufkündigung des Mietvertrags begründet J. Safra Sarasin mit einem «geänderten Bedarf an Büroräumlichkeiten».

Muss Safra Sarasin Sparen?

Bereits im Jahr 2013 machten Spekulationen die Runde, die brasilianisch-schweizerische Privatbank wolle aus dem Mietvertrag, den sie für eine Dauer von 40 Jahren unterschrieben hat, aussteigen, wie auch finews.ch berichtete.

Der Ausstieg aus dem Projekt stünde im Zusammenhang mit dem Sparkurs, den die neue Sarasin-Eigentümerfamilie Safra dem Institut verordnet habe, hiess es damals.

Baubeginn im Mai

Das Neubauprojekt befindet sich zwischen dem Hotel Baur au Lac und dem Zürcher Kongresshaus. Das vom Architekturbüro Annette Gigon und Mike Guyer geplante fünfstöckige Geschäftshaus ist auf 500 Arbeitsplätze ausgelegt und umfasst auch ein Restaurant und zwei Wohnungen. 

Jahrelang wurde der Baubeginn durch Rekurse blockiert – erst letzten Mai wurde mit den Arbeiten begonnen. Der Bezug ist für 2019 vorgesehen. 

«Starkes Bekenntnis» zur Limmatstadt

Der weltweit tätige Rückversicherer Scor mit Hauptsitz in Paris beschäftigt am aktuellen Zürcher Standort am General-Guisan-Quai rund 300 Mitarbeitende.

Scor bezeichnet in einem Mediencommuniqué am Dienstag den Abschluss eines langfristigen Mietvertrages für das Geschäftshaus Rosau als ein «starkes Bekenntnis» für den Standort Zürich. «Das Geschäftshaus Rosau ist ideal geeignet für unsere Bedürfnisse – insbesondere durch die zentrale Lage», begründet Bernd Lager, CEO des Hubs Zürich-Köln bei Scor, den bevorstehenden Umzug.

Scor bietet Lebens- und Nichtlebensrückversicherung an und verwaltet konzernweit Prämienvolumen von über 13,4 Milliarden Euro, die Bilanzsumme beträgt rund 41,6 Milliarden Euro (Stand Ende 2015). Die Gruppe beschäftigt weltweit 2'600 Mitarbeiter und ist mit 38 Niederlassungen auf allen 5 Kontinenten vertreten.

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Avaloq

Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

EIB

Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

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