Donald Trump in Schweizer Wirtschaftskreisen offenbar beliebt

Donald Trump (Bild: Shutterstock)

Donald Trump (Bild: Shutterstock)

Die Angestellten grosser Schweizer Konzerne haben bisher mehr an republikanische Kandidaten gespendet als an ihre demokratischen Rivalen.

Das zeigt eine Übersicht der unabhängigen Nichtregierungs-Organisation Center for Responsive Politics, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Direkte Parteispenden von Unternehmen sind in den USA verboten. In vielen Konzernen gibt es allerdings Political Action Committees (PAC), die Spenden von Angestellten sammeln. Angestellte der UBS haben in der laufenden Wahlkampf-Periode über das bankeigene PAC bereits fast 1 Million Dollar gespendet. 591'750 Dollar flossen an Repulikaner, nur 388'500 Dollar an Demokraten.

Schweizer sind um gutes Verhältnis bemüht

Ein Sprecher der Grossbank sagte der «NZZ am Sonntag», dies sei nur ein Zwischenstand: Im Bemühen um ein gutes Verhältnis zu Repräsentantenhaus und Senat werde gleich viel Geld an Kandidaten um Parlamentssitze beider Parteien gespendet.

Die Bevorzugung der Republikaner ist bei den Schweizer Firmen ein branchenübergreifendes Muster. Sie gilt auch für die Angestellten der Credit Suisse, des Zementkonzerns LafargeHolcim, der Versicherer Zurich und Swiss Re sowie der Pharma-Konzerne Novartis und Genentech, US-Tochter von Roche.

Spendenmuster erstaunt

Das traditionelle Spendenmuster zugunsten der Republikaner erstaunt, weil Präsidentschaftskandidat Donald Trump in der Wirtschaft stark umstritten ist. Er fordert Strafzölle und einen Austritt aus der Welthandelsorganisation WTO.

Vor wenigen Tagen kam der Vorschlag dazu, das Trennbankensystem wieder einzuführen. Die Abschaffung im Jahr 1999 ermöglichte das Entstehen der heutigen Grossbanken. Eine Wiedereinführung wäre ein Frontalangriff auf die Wall Street. Auch UBS und Credit Suisse wären schwer betroffen.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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