Credit Suisse: Wer sind die Gewinner und Verlierer der Blockchain?

Bild: Shutterstock

Die Credit Suisse will ihren Kunden Hinweise geben, in welchen Unternehmen grosses Renditepotenzial auf Grund des Einsatzes der Blockchain schlummert. Das Unterfangen ist nur halbwegs geglückt. 

Blockchain heisst der Code für die grösste Revolution seit dem Internet. Die neue Technologie soll Banken, Bargeld und vieles mehr ersetzen, ganze Wirtschaftsabläufe über den Haufen werfen und vereinfachen.

So lauten die Prognosen. Bislang kommt die Blockchain in erster Linie im Zusammenhang mit dem Austausch von Kryptowährungen zum Einsatz. Ansonsten wird sie von Unternehmen zunächst eher in Laborbedingungen ausprobiert und eingesetzt.

Dennoch beschäftigt das Disruptionspotenzial, das von der Blockchain ausgeht, nun auch die Aktienspezialisten. In einer aktuellen 135-Seiten starken Analyse untersuchte die Credit Suisse (CS), ob und inwiefern die Blockchain bereits einen wirtschaftlichen Einfluss auf Unternehmen hat. Untersucht haben die CS-Analysten insbesondere diverse Finanzinstitute aus den Bereichen Kapitalmärkte, Bezahl- und andere Finanzservices. 

Je innovativer, desto kleiner die Disruptionsgefahr

Ein Fazit vorneweg: Die Blockchain hat insbesondere in Unternehmen und Sektoren ein hohes Disruptionspotenzial, die mit ineffizienten Systemen und Prozessen arbeiten. Weniger relevant ist der Einfluss der Blockchain in Sektoren, welche die in Innovationen und Effizienz investiert haben.

CS Blockchain 500

Goldman Sachs mit bester Ausgangslage

Im Finanzdienstleistungssektor untersuchte die CS den Einfluss der Blockchain auf ausgewählte Banken, darunter Goldman Sachs, J.P. Morgan, Experian und Santander.

Dabei sei Goldman Sachs «am besten positioniert», von den Vorteilen der Blockchain zu profitieren, urteilen die Analysten. 

Die US-Investmentbank habe die Blockchain-Technologie zur Priorität erklärt und in den vergangenen Jahren zahlreiche Technologie-Experten angestellt. Das Technologie-Budget schätzt die CS auf 2,5 bis 3,2 Milliarden Dollar pro Jahr.

Ähnlich gut sei die Ausgangslage für J.P. Morgan. Die US-Bank erhöhte ihr entsprechendes Budget und unterhält enge Beziehungen zu erfolgreichen Blockchain-Startups.

Starke Reputation als Schutz

Geschäftsmodelle von Firmen im Bezahlungs-Bereich könnten von der neuen Technologie zwar umgekrempelt werden, so die Studienautoren. Gleichzeitig gibt die CS aber Entwarnung. Es sei unwahrscheinlich, dass die Blockchain und damit verbunden die Kryptowährung Bitcoin das Vertrauen in etablierte Anbieter wie Visa oder Mastercard untergraben würden.

Mehr Chancen als Risiken

Für Börsenbetreiber wie beispielsweise die London Stock Exchange sehen die CS-Analysten mehr Opportunitäten als Risiken. Die Art und Weise, wie Kapitalmärkte konstruiert sind, werde sich durch die Blockchain wohl ändern. Gleichzeitig würden sie widerstandsfähiger und die Dienstleistungen billiger.

Trotz des erheblichen Aufwandes, welchen die CS-Analysten für diesen Report betrieben haben, sind sie nicht zu Ergebnissen gekommen, welche Unternehmen in Bezug auf Einsatz und Einfluss der Blockchain in Gewinner und Verlierer einteilen liesse. Auch dies ist ein Zeichen dafür, dass die Technologie noch in einem frühen Reifestadium steht.

Der Report untersucht auch den möglichen Einfluss der Internetwährung Bitcoin auf die Unternehmen. Mehr dazu hier.

 

 

 

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nackfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
  • Erfindungen, die Leben retten
  • So sehen die Innovations-Labs der Banken aus
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Selection

So sieht der Banker der Zukunft aus

Mit aller Macht versuchen die Banken, ihr Geschäft ins Zeitalter der Digitalisierung zu retten.

Selection

Selection

Diese Bank bezahlt am besten

Bei den Löhnen sticht eine Bank mit grossem Abstand hervor.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

weitere News