Was machen Milliardäre bloss mit ihrem Geld?

Wie das goldene Sparschwein schlachten?

Das Jahr 2015 war für Milliardäre ein Jahr der Rekorde. Einer dieser Glanzwerte muss insbesondere Privatbanken nachdenklich stimmen.

UHNWI, superreiche Individuen und insbesondere Milliardäre sind ein Magnet für Private Banker. Diese Kundengruppe gilt zwar als höchst anspruchsvoll und generiert im Allgemeinen tiefere Margen als der Durchschnitts-Millionär.

Doch ist die Beratungsintensität bei Superreichen und Milliardären hoch, und es besteht in der Regel ein stetiger Bedarf an massgeschneiderten und komplexen Lösungen im Finanz- und Anlagebereich.

Keinen Deal auslassen

Milliardäre sind in der Regel sehr gewandt in Finanzfragen und zeichnen sich dadurch aus, dass sie keinen lukrativen Deal auslassen. Josef «Joe» Stadler, UHNW-Chef im UBS Wealth Management, nennt sie darum auch «Fomos» – die Abkürzung steht für «Fear of Missing an Opportunity».

Die Kundensegmente darunter waren einst auch lukrativ für Privatbanken. In den letzten Jahren lieferte das «Brot und Butter»-Geschäft aber weniger ab. Ein Grund ist sicher der Wegfall von Retrozessionen.

Cash ist King

Ein weiterer Grund ist: Die Privatkunden machen mit ihrem Vermögen immer weniger. Die Cash-Quote in den Portfolios liegt konstant bei rund 30 Prozent oder mehr – Geld, das nicht arbeitet und für Privatbanken praktisch nichts abwirft.

Besonders im letzten Halbjahr sahen sich die Finanzinstitute mit einer hohen Passivität ihrer Kunden konfrontiert. Wegen der unsicheren Märkte halten diese ihre Mittel beisammen.

Rekordzahl von Milliardären

Nun zeigt der neuste «Billionaires Census» des Research-Unternehmens Wealth X, dass Milliardäre von der Welle der Unsicherheit erfasst werden.

Grundsätzlich lief es im vergangenen Jahr in der Welt der Superreichen sehr gut: Die Zahl der Milliardäre nahm weltweit um 6,4 Prozent auf 2'473 zu – ein Rekord. Ihr Reichtum schwoll um 5,4 Prozent auf rund 7,7 Billionen Dollar an – auch das ist ein Spitzenwert.

Sinkende Vermögen in der «Alten Welt»

Die Region Asien-Pazifik stach auch 2015 hervor und produzierte viermal mehr Milliardäre als Nord- und Südamerika.

Damit lieferte Asien-Pazifik erneut alle Argumente für Wealth Manager, sich auf diese Wachstumsregion zu konzentrieren – zumal die Milliardärs-Vermögen in Europa und im Nahen Osten abnehmen, um 0,8 Prozent im Laufe von 2015.

Cashquote

Der Rekord, der Privatbanken aber zu denken geben muss, betrifft sie direkt. Gemäss Wealth X sind Milliardäre zurzeit so liquide wie noch nie. 22,2 Prozent der rund 7,7 Billionen Dollar an Milliardärsvermögen arbeiten nicht, die Milliardäre halten das Geld Cash.

Mit Cash überflutete Portfolios

Es sei der höchste je gemessene Wert, heisst es in der Studie. Milliardäre hätten ihre Investments wo immer möglich zurückgefahren. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten in Kombination mit hohen Bewertungen an den Börsen hätten die Milliardärs-Portfolios mit Cash überflutet.

Tatsächlich habe es im Verlaufe des Jahres 2015 eine Reihe von Liquiditäts-Ereignissen gegeben. Firmenverkäufe seien annähernd auf ein Allzeithoch gestiegen. Gleichzeitig habe es noch mehr Börsengänge als 2014 gegeben.

In Hobbies «investieren»

Die Frage ist: Was machen die Milliardäre also mit ihrem Geld? Wealth-X glaubt, sobald sich die Bewertungen an den Aktienmärkten wieder einem attraktiveren Niveau nähern, werde auch die Cash-Quote in den Milliardärsportfolios sinken.

Andernfalls bleiben die Hobbies der Milliardäre, die auch viel Geld verschlingen und von Wealth X erhoben worden sind:

Hobbies

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Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

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Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

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DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

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UBS

Mit einer Performance von durchschnittlich 0,5 Prozent schnitten die Pensionskassen im August leicht besser ab als im Monats-Durchschnitt seit Jahresbeginn. Das stellte der «Pensionskassen-Barometer» der Grossbank fest.

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